MAINZ. Der Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Organspende neu regeln und organisieren trifft in der rheinland-pfälzischen Politik auf Zustimmung.
Spahn sprach sich dafür aus, dass jeder Bürger automatisch als Organspender gelten soll, solange er selbst oder ein Angehöriger diesem nicht widerspreche. Ein Vorschlag der bereits in mehreren europäischen Ländern umgesetzt wird um Schwerstkranken auf Wartelisten schneller helfen zu können.
DGesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) zeigte sich dem SWR gegenüber grundsätzlich offen für den Vorschlag. Eine Widerspruchsregelung müsse allerdings eingebettet sein in zahlreiche andere Maßnahmen, sagte sie am Montag. So sollten ebenfalls die Krankenhäuser gestärkt und eine verbesserte Aufklärung betrieben werden.
Bundesweit erreichte die Zahl der Organspender in 2017 einen Tiefpunkt. Organentnahmen sind bislang nur mit ausdrücklicher Zustimmung erlaubt, dies könnte sich bald ändern.

















