HERRSTEIN/BIRKENFELD. Nach dem Unwetter in Herrstein im Naheland ist die Integrierte Gesamtschule vermutlich bis zu den Sommerferien geschlossen.
«Der Regen hat erhebliche Schäden am Schulgebäude und -gelände verursacht», teilte Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann (SPD) nach einem Besuch in Herrstein mit. «An Unterricht ist hier vorerst nicht zu denken.»
Deshalb werde voraussichtlich in diesem Schuljahr, das noch bis Ende Juni dauert, kein Unterricht mehr in dem Gebäude stattfinden. Die Klassen 8 bis 12 sollten vorerst an den rund elf Kilometer entfernten Schulstandort Rhaunen verlegt. Auch die Verbandsgemeinde Rhaunen und die Grundschule stellten Räume zur Verfügung.
Das Ministerium geht davon aus, dass deshalb kaum Unterricht ausfallen müsse. Die Verbandsgemeinde Herrstein war am Sonntag von extremen Regenfällen getroffen worden. Mehr als 360 Gebäude in vier Gemeinden wurden überflutet und Dutzende Autos wurden weggespült. Die Landesregierung prüft finanzielle Unterstützung.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) rief Hausbesitzer dazu auf, sich gegen Elementarschäden zu versichern. Mehr als 30 Prozent der rheinland-pfälzischen Hausbesitzer hätten eine solche Versicherung – das sei eine Steigerung von 13 Prozentpunkten in fünf Jahren. Der Deutsche Wetterdienst hat für diesen Donnerstag erneut vor starkem Regen, stürmischen Böen und Hagel gewarnt.

















