Grüne Oase: Trierer Neustraße wir zur Wohlfühl-Zone

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TRIER.Wie die Stadt Trier mitteilt ist es im urbanen Raum nicht immer einfach, grüne Wohlfühloasen zu schaffen, doch die Umgestaltung im südlichen Teil der Neustraße, zwischen Kaiserstraße und Germanstraße hat genau das zum Ziel.

Nach einem Antrag der SPD-Fraktion hat sich der Stadtrat bereits im Juni einstimmig für eine weitere Verkehrsberuhigung in der Neustraße ausgesprochen, die jetzt realisiert ist. Im Vorfeld gab es Bürgerversammlungen mit allen Betroffenen, die sich mehrheitlich weniger Autoverkehr in der Neustraße wünschten. Erster Schritt war die Entfernung aller Parkplätze, mit Ausnahme des Behindertenstellplatzes. Durch die wegfallenden Parkplätze gibt es keine Suche mehr in diesem Bereich und dadurch wird der Verkehr in der Neustraße automatisch reduziert. Es ist nach wie vor erlaubt, mit dem Auto zum Be- und Entladen für maximal drei Minuten zu halten.

Christine-Petra Schacht, Leiterin von StadtGrün Trier, betont, dass es wichtig war, den freigewordenen Raum attraktiv und nachhaltig zu nutzen: „Grün ist für die Stadt der Zukunft im Hinblick auf die Anpassungen an den Klimawandel unverzichtbar.“ Zum Begrünungskonzept gehören neue Sitzmöglichkeiten im Schatten der vorhandenen Bäume und mobile Hochbeete, die durch Paten gepflegt werden. Ein Element ist das „Mobile Grüne Zimmer“, das noch bis 8. September auf den ehemaligen Stellplatzflächen steht. Das zentrale Element des „Mobilen Grünen Zimmers“ ist eine zwei Meter hohe, freistehende Grünwand mit darüber angeordnetem Spalierdach. Die Holzplattform bietet schattige Sitzmöglichkeiten, zahlreiche Blumen und Kräuter laden zum Verweilen ein. In den Wintermonaten soll geplant werden, wie man die Flächen zukünftig noch nachhaltiger gestalten kann, indem man zum Beispiel Flächen entsiegelt und Bäume pflanzt.

Neben der Begrünung des Abschnitts werden zusätzlich neun Fahrradbügel zum sicheren Abstellen der Räder am Eingangsbereich der Fußgängerzone montiert. Durch das Entfernen der elf Pkw-Stellplätze und die Begrünung der Fläche gewinnt die Neustraße neuen Freiraum und Aufenthaltsqualität für Radfahrende sowie für Fußgängerinnen und Fußgänger. Umwelt- und Baudezernent Andreas Ludwig freut sich über die Umgestaltung: „Wir sind auf dem richtigen Weg, um die Innenstadt und insbesondere die Neustraße noch attraktiver zu machen. „

6 KOMMENTARE

  1. Es geht ganz langsam, hier ein paar Parkplätzchen weg, da ein paar Parkplätzchen weg, es wird nahe der Innenstadt immer enger. Ich bin gehbehindert, gehe am Stock, für die Rollstuhlplakette reicht meine Behinderung nicht, mit dem Bus schaffe ich es nicht, auch noch Tüten zu schleppen. Ich bin nicht mehr in der Lage, Innenstadtgeschäfte aufzusuchen. Also fahre ich dorthin, wo man mich als Kunden haben möchte, das, was ich dort nicht einkaufen kann, lasse ich mir schicken, bis in die Wohnung tragen. Und so wird es vielen älteren Mitbürgern ergehen.

  2. Eine sehr schöne Idee und trägt zum attraktiven Bild der Neustrasse bei……
    Wenn da nicht spätestens zu Schulbeginn die „besorgten Eltern“ ignorant ihre Schützlinge wieder bis zur Tür der Schule fahren werden und alles ist wie immer!!

  3. @Neben der Begrünung des Abschnitts werden zusätzlich neun Fahrradbügel zum sicheren Abstellen der Räder am Eingangsbereich der Fußgängerzone montiert. Durch das Entfernen der elf Pkw-Stellplätze und die Begrünung der Fläche gewinnt die Neustraße neuen Freiraum und Aufenthaltsqualität für Radfahrende sowie für Fußgängerinnen und Fußgänger.

    Nur Grimms Märchen sind besser. 😂

  4. Wenn die Stadt es jetzt noch schaffen würde, wirklich jedes noch so kleinste Stück, was als illegaler Parkplatz in Betracht kommen könnte, dichtzumachen, dann haben wir eine Straße, in der ich dann auch wieder gerne eine Suppe/Eis/Kaffee konsumieren würde. Momentan ist es ja so, dass die Spezies „gemeiner Falschparker“ doch noch irgendwo eine Lücke sieht, um seine Blechdose in den Weg zu stellen.

  5. „Durch die wegfallenden Parkplätze gibt es keine Suche mehr in diesem Bereich und dadurch wird der Verkehr in der Neustraße automatisch reduziert.“

    2 Probleme mit der Aussage „keine Suche mehr“, die übersehen wurden oder ignoriert werden; Suche nach Parkplätzen findet unverändert statt:
    1. Das wilde Parken, welches jetzt fast schon penetrant stattfindet; ggf. nur eine Zeitfrage.
    2. Die Germanstraße ist eine Einbahnstrasse mit Parkplätzen, nur einfahrbar von der Neustrasse aus.

  6. Seit 2013 setzt sich die Stadtverwaltung damit auseinander, wie die Verkehrssituation in der Neustraße in den Griff zu bekommen ist. Es ist lobenswert hier allen Beteiligten gerecht werden zu wollen, dem Einzelhandel, der zumindest bis 2019 an der Erhaltung der Parkplätze und Befahrbarkeit der Straße festhielt, den Passanten und den Anwohnern. Die jüngste Maßnahme bestätigt aber, dass dies nicht möglich ist. Der Entfall von 11 Pkw-Stellplätzen, seit Ende Juli 2020, sollte zur Verkehrsreduzierung, mittels sich reduzierenden Parksuchverkehrs beitragen. Seit Umsetzung der Maßnahme, vor ca. 3 Wochen, wurde dieses Ziel bislang leider nicht erreicht. Nach wie vor wird der südliche Teil der Neustraße, zwischen Kaiser- und Germanstraße, stark von suchenden und parkenden Verkehrsteilnehmern frequentiert. Schaut man sich die Fahrer der parkenden Fahrzeuge an kommt man zur Erkenntnis, dass sich daran mit großer Wahrscheinlichkeit nicht viel ändern wird. Ab dem 17.08.2020 beginnt die Schule wieder, die Elten-Taxis werden dann auch sicher wieder ihren Teil am hohen Verkehrsaufkommen beitragen. Nach den jahrelangen Versuchen sollte doch bald auch bei der Stadt Trier die Erkenntnis reifen, dass hier nur eine Maßnahme nachhaltig zielführend ist, die Schaffung einer Fußgängerzone.
    Anwohner und Passanten werden dankbar sein, die Gewerbetreibenden die heute noch skeptisch einer Fußgänger gegenüberstehen, werden sicher bald ihren Frieden damit schließen, wenn sie erkennen, wie positiv sich diese Maßnahme auf die weitere Entwicklung der Neustraße auswirken wird. Bleibt zu hoffen, dass dieser Wunsch bald in Erfüllung gehen wird.
    Viele Grüße
    Uwe Willems

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