Nach Hochmoselbrücke: Ausbau der Strecke bis Hahn geplant

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Rund fünf Monate nach der Freigabe des Hochmoselübergangs mitsamt riesiger Brücke laufen die Planungen für den anschließenden vierspurigen Ausbau der B50 bis zum Flughafen Hahn «mit Hochdruck». Dies teilte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Koblenz mit. Die insgesamt rund 16 Kilometer lange Ausbaustrecke gliedert sich in drei Abschnitte, die in der Planung unterschiedlich weit vorangeschritten seien.

Am 21. November 2019 war die 1,7 Kilometer lange und bis zu 160 Meter hohe Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig als Teil einer neuen rund 28 Kilometer langen Strecke (B50 neu) für den Verkehr freigegeben worden. Dieser Hochmoselübergang verbindet das Autobahnkreuz Wittlich in der Eifel mit der alten B50 bei Longkamp im Hunsrück.

Aktuelle Verkehrszahlen über die Nutzung der neuen Strecke lägen noch nicht vor. Man hatte mit Daten bis Sommer 2020 aus einer Verkehrszählung gerechnet, die das Bundesverkehrsministerium wegen der Corona-Krise verschoben habe. Auch die endgültigen Gesamtkosten sind laut LBM noch nicht fix. Bisher belaufen sie sich für den ganzen Hochmoselübergang auf 483 Millionen Euro.

Rund 449 Millionen Euro seien bis Ende 2019 verausgabt worden. Es werde noch dauern, bis alle Verträge «schlussgerechnet» und mögliche Nachträge abgerechnet seien. Der Hochmoselübergang schafft eine direkte Straßenverbindung zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und den Nordseehäfen in Belgien und den Niederlanden.

Bei den drei geplanten Abschnitten der B50 neu liegen dem LBM zufolge für den Teil zwischen Longkamp und «Zolleiche» die Details dem Bundesverkehrsministerium zur Genehmigung vor. Danach könnte das Planfeststellungsverfahren beginnen. Beim zweiten Teil bis zur Grenze zwischen dem Kreis Bernkastel-Wittlich und dem Rhein-Hunsrück-Kreis laufe das Planfeststellungsverfahren: Derzeit würden die Einsprüche bearbeitet. Von der Kreisgrenze bis zum Flughafen Hahn sei die Detailplanung fast fertig, teilte der Landesbetrieb mit. (dpa)

1 KOMMENTAR

  1. Toll, das wird wieder eine unendliche Geschichte wie der Lückenschluss der A1, warum konnte das nicht gleichzeitig mit dem Hochmoselübergang realisiert werden ? Ätzend wie hier Strassenprojekte in Scheibchenmanier realisiert werden. Wenns fertig ist könnte der Homo sapiens bereits ausgestorben sein

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