Zurückhaltung von Schutzkleidung: Land weist Vorwürfe zurück

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christoph Gensch, hat der Landesregierung vorgeworfen, nur einen Teil der dringend benötigten Schutzausrüstung an die Einrichtungen weiterzugeben. Der für die Beschaffung und Verteilung zuständige Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, wies den Vorwurf zurück.

«Es kann absolut keine Rede davon sein, dass das Land dringend benötigte Materialien zurückhält», sagte Placzek am Mittwoch in Mainz.

«Die Landesregierung muss jetzt plausibel darlegen, nach welchem Schlüssel bzw. nach welcher Systematik die Schutzausrüstung bisher verteilt wurde», forderte Gensch. «Es muss zwingend sichergestellt werden, dass diejenigen Einrichtungen und Organisationen, die zur Erledigung ihrer Aufgaben im Gesundheitswesen zwingend auf Schutzausrüstung angewiesen sind, diese auch erhalten.»

Gensch forderte zudem Transparenz. «Andere Bundesländer sind da offener.» Er erwarte von der Landesregierung, «dass sie ganz konkret mit Nennung der Stückzahlen darlegt, wann welche Bestellungen und Lieferungen erfolgt sind und wann, wer, was aus den erfolgten Lieferungen erhalten hat».

Placzek erläuterte, sein Amt habe allen Einrichtungen, die vom Land Schutzausrüstung erhalten, rechtzeitig und mehrmals E-Mail-Adressen mitgeteilt, unter der sie ihren Notfall-Bedarf melden konnten. «Alle Notfälle sind vom Land bedient worden.»

Von Donnerstag an werde ein neues Verfahren etabliert, das mit den kommunalen Spitzenverbänden besprochen worden sei, kündigte Placzek an. Das Land werde dann unter anderem den Krankenhäusern seine Bestände aktiv anbieten. Dieses Verfahren könne jetzt angeboten werden, weil den Einrichtungen ausreichend Material vom Land und vom Bund zur Abholung angeboten werden könne.

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