Debatte über Lockerung der Corona-Beschränkungen rückt näher

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MAINZ. Nach dem von der Corona-Krise geprägten Osterwochenende dürfte auch in Rheinland-Pfalz die Debatte über eine mögliche Lockerung der Kontaktbeschränkungen an Fahrt gewinnen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will heute in Trier ein Krankenhaus besuchen, das der Landesregierung zufolge 125 Betten auf Normalstation und 24 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit bietet. In Mainz wiederum spricht der Fraktionsvorsitzende der CDU-Opposition im Landtag, Christian Baldauf, über die finanzielle Lage der Kommunen im Bundesland.

Mehrere Polizei-Dienststellen in Rheinland-Pfalz hatten am Montag in einer ersten Bilanz ein positives Fazit für die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie gezogen. Den Angaben zufolge lief es in der Landeshauptstadt Mainz sowie in der zweitgrößten Stadt Ludwigshafen und in Koblenz dem Vernehmen nach verhältnismäßig gut. Die Menschen hätten sich größtenteils an die Vorgaben gehalten, hieß es.

Gleichwohl stieg die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Rheinland-Pfalz am Montag leicht an. Stand 10.00 Uhr wurden dem Gesundheitsministerium zufolge 4842 Fälle nachgewiesen, das waren 69 mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierte Menschen mehr als am Sonntag. Die Zahl der mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg um 2 auf 71. Das Ministerium wies darauf hin, dass die Fälle am Wochenende und an Feiertagen von den Ämtern mitunter verzögert gemeldet werden. Die meisten Infektionen wurden in Mainz registriert – bis Montag waren in der Landeshauptstadt 355 Fälle bekannt.

Auf Bundesebene werden diese Woche Entscheidungen über eine Lockerung erwartet. Am Mittwoch berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, unter bestimmten Voraussetzungen zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise zu öffnen. Voraussetzung aber: Kein großer Anstieg bei den Neuinfektionen.

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