50 Mandatsträger arbeiten im neuen Kreistag Trier-Saarburg

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Der neue Kreistag Trier-Saarburg nach der konstituierenden Sitzung. Auf dem Foto fehlen Edith van Eijck und Marianne Rummel.

TRIER. Der neue Kreistag Trier-Saarburg hat sich konstituiert. Nach der Kommunalwahl am 26. Mai trat das Gremium erstmals im Sitzungssaal der Kreisverwaltung in Trier zusammen. Da die Einwohnerzahl des Landkreises auf über 150.000 gestiegen ist, hat sich auch die Zahl der Sitze vergrößert. Der 11. Kreistag Trier-Saarburg umfasst nach bisher 46 nun 50 Mitglieder.

Landrat Günther Schartz begrüßte die Mandatsträger und rief sie zu einer konstruktiven, sachorientierten und fairen Arbeit im Sinne des Kreises auf. Mit einem Handschlag verpflichtete er die Kreispolitiker.

Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung standen mehrere Regularien. Jeweils einstimmig wurden die Hauptsatzung des Kreises und die Geschäftsordnung des Kreistages verabschiedet.

Ein Hauptteil der Sitzung war der Wahl der Kreisbeigeordneten und damit der ehrenamtlichen Stellvertreter des Landrates gewidmet. Über die Beigeordneten wurde einzeln und geheim abgestimmt. An der Wahl nahmen 48 Kreistagsmitglieder teil, zwei hatten sich für die Sitzung entschuldigt. Zum ersten Kreisbeigeordneten wurde der Landtagsabgeordnete Arnold Schmitt (CDU) aus Riol gewählt. Er erhielt bei einer ungültigen Stimme 34 Ja- und 13 Nein-Stimmen und wurde damit in seinem Amt bestätigt, das er bereits in der letzten Wahlperiode innehatte. Ebenso bestätigt wurde Helmut Reis (FWG) aus Mehring, der 40 Ja- und 8 Neinstimmen erhielt und der bereits seit 2001 Kreisbeigeordneter ist. Neu im Bunde ist Simone Thiel (CDU) aus Saarburg. Für sie votierten 34 Mitglieder (14 Nein-Stimmen). Simone Thiel tritt die Nachfolge von Jutta Roth-Laudor aus Newel an, die seit Februar 2018 Beigeordnete war und die dem Kreistag 40 Jahre angehört hat.

Nachdem der Landrat die Beigeordneten in ihr Amt eingeführt hatte, bedankte er sich bei Jutta Roth-Laudor für ihr jahrzehntelanges Engagement für den Landkreis.

Auf Antrag der Linken verabschiedete der neue Kreistag seine erste Resolution. Sie wendet sich gegen politischen Extremismus und trägt unter anderem folgenden Wortlaut: „Wir, die Mitglieder des Kreistages Trier-Saarburg, verurteilen Extremismus jeglicher Art aufs Schärfste. Wir erteilen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Hass und Gewalt eine klare Absage. Der Kreis Trier-Saarburg steht für Vielfalt, Meinungsfreiheit und Toleranz auf Basis der freien, demokratischen Grundwerte.“ Im Anschluss erfolgte im Kreistag eine Schweigeminute für den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke.

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