Die Anarchie in der Trierer Fußgängerzone geht weiter

29
Der Trierer Hauptmarkt am 7. März gegen 13 Uhr. Unbehelligt werden hier Brezel verkauft.

Bildquelle: lokalo.de

TRIER. Schon am vergangenen Samstag berichtete lokalo.de über die illegalen Brezelverkäufer in der Trierer Innenstadt. Am heutigen Samstag bot sich dasselbe Bild. Erneut haben zwei Brezelverkäufer ihre Verkaufsstände ohne Genehmigung auf dem Hauptmarkt aufgebaut. Die Männer boten den Kunden ihre Brezeln auch ohne Einhaltung jeglichen lebensmitteltechnischen Standards an.


Obwohl die Satzung der Stadt Trier eindeutig die Vergabe und Handhabe von Verkaufsständen regelt, kommt es immer wieder zu Satzungsverstößen, insbesondere im Bereich der Fußgängerzone und außergewöhnlich oft am Hauptmarkt. Zuständig für die Einhaltung dieser Satzung ist das Ordnungsamt, das als Gewerbebehörde auch für die damit verbundene Gewerbeüberwachung zuständig ist.

Die Kontrolle der Einhaltung dieser Satzung soll durch den dem Ordnungsamt unterstellten Kommunalen Vollzug geregelt werden – dieser befindet sich jedoch an Wochenenden oftmals nicht im Dienst. Daraus entwickelt sich besonders an Samstagen und Sonntagen ein rechtsfreier Raum in der Innenstadt. Dieser Missstand an fehlenden Kontrollorganen ist mittlerweile auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und ermuntert die unterschiedlichsten fliegenden Händler illegal in Trier Geschäfte zu machen.

Jetzt lokalo liken und keine News verpassen!
Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

29 KOMMENTARE

  1. Die flinken Brezelverkäufer sind den emsigen Behörden immer einen Schritt voraus. Das Ordnungsamt würde sie stoppen, aber diese illegalen Machenschaften sind einfach zu clever für die Stadt Trier.

  2. Woher wollen die Autoren des Artikels eigentlich wissen, dass Lebensmittelstandards nicht eingehalten werden? Das Ordnungsamt wird da aber wohl nix machen, zwischen Kaffeetrinken und Einkaufen bleibt nicht viel zeit. Augusta Treverorum 2000 Jahre nach den Roemern, Agonie einer Stadt. Bei den Roemern haette man korrupte Beamte in die Arena geschickt, heutzutage werden sie mit vollen Bezuegen in Vorruhestand versetzt.

  3. Ist doch nicht schlimm wenn Ordnungsamt nicht da ist. dann hat, so das Amt, die Polizei zu übernehmen , so das O-Amt. Man soll auf einem Eingreifen bestehen und bei nicht eingreifen den Namen des Polizei-beamten der Stadt melden.

    • Genau, einfach die 112 anrufen, dann kommt gleich das Anti-Brezel-Einsatzkommando. Lalülala. Aber lecker sehen sie trotzdem aus, die Brezeln meine ich. Mit n bisschen Kräuterbutter…..

  4. das schlimmste (noch schlimmer als diese Schwarzarbeiter) sind die Hartz 4 Empfänger die bei Facebook solche illegalen Praktiken als tolerabel erachten. Wovon glaubt ihr eigentlich wird eure monatliche Unterstützung bezahlt? Leute die Schwarzarbeit, bzw. das In-verkehr-bringen von Lebensmitteln ohne jegliche Hygienestandards tolerieren, sind in meinen Augen die letzten Schmarotzer und Dummbeutel.

    • Sie haben nähere Hintergrund-Infos? Weil Sie so genau wissen um die vergehen und ja auch wissen das die Verkäufer hier der Schwarzarbeit nachgehen. Lassen Sie uns bitte an Ihren Erkenntnissen teilnehmen.

      • Herr Fischer, Sie kennen doch die Sondernutzungssatzung der Stadt. Daher wissen sie doch auch, dass es überhaupt nicht möglich ist eine Genehmigung für einen Brezelverkauf im öffentl. Straßenraum zu bekommen.

        • Ich kenne das Gewerberecht und das Ordnungsrecht. Demnach wäre das maximal eine Ordnungswidrigkeit. Was wissen Sie nun von der Schwarzarbeit und den vernachlässigten Hygienestandarts? Haben Sie beobachtet, wie sich der Verkäufer in der Nase gepopelt hat. Oder haben Sie da nur „was gehört „?

          • ….ok dann fangen wir mit dem Handwaschbecken an, dann den spuckschutz über den Brezeln ,dann die Zusatzstoffe,keine Betreiberadresse , keine Allergene aufgeführt. Wollen sie noch mehr Herr Fischer?

          • @fischer:wenn das stimmt was Herr schaller hier postet, ist es überhaupt nicht möglich bei derartigen gewerberrechtlichen Defiziten eine Genehmigung zu bekommen! Ergo= Schwarzarbeit!

          • Herr Schaller, alles vom Foto gesehen oder Live.
            Der Spuckschutz: Auf dem linken Bild etwas Verbesserungswürdig, auf dem rechten nicht zu beanstanden.= Kaufland Ostallee z.B. hat beim freien Berliner-Krapfen Verkauf offene Kisten auf Kniehöhe. Ohne alles.
            Handwaschbecken: Nicht unbedingt vorgeschrieben. Er hat ja die Möglichkeit, ein direktes Anfassen der Ware zu verhindern( 60 % aller Bäckerei-/Metzgereifachverkäuferinen packen Fleisch und Geld mit den Händen an. Niemand rennt dazwischen zum Händewaschen.
            Liste über Zusatzstoffe und Allergene? Auch bei vielen Fachbetrieben nur auf Nachfrage. Haben Sie gefragt? Betreiberschild? Ok, da haben sie recht. Aber mir fallen auf Anhieb alleine in der Innenstadt 4 Läden ein, die Telekommunikationsleistungen vermitteln, aber nirgendwo im Laden hängen haben, das sie gar nicht Ka…l ….land oder …kom oder X-Plus dirkt sind, sondern nur private Vermittler. Un da stört sich die Stadt auch schon seit Jahren nicht dran. Auch auf den Flohmärkte eines ehemaligen Ratsmitgliedes hängen an den wenigsten Gewerbe- Ständen die vorgeschrieben Schilder.

          • Herr Fischer, ich glaube sie wollen es nicht verstehen. Seit wann gibt es denn Recht im Unrecht? Warum fragen sie die Stadt denn nicht, ob es möglich ist in Trier Brezel aus einem mobilen Verkaufsstand zu verkaufen? Die Untätigkeit der Verwaltung hat ja mit der Sache an sich nichts zu tun, oder sehen sie das nicht so? Und wenn sie dann schon am fragen sind, fragen sie auch die Bäckereien und andere gewerbetreibende der Innenstadt, die nachweislich viele Arbeitsplätze bereitstellen, ob sie einen Handel ohne jegliche Regeln bzw. derartige Regelverstöße akzeptieren. Oder möchten sie etwa griechische Verhältnisse?

  5. wieviele Tote und Verletzte sind denn schon durch den illegalen Brezelverkauf zu beklagen ? gibts da schon einen Statistik ?

    • Ich glaube eher, die Intention des Schreibers ist es, vorzuführen welch ein rechtsfreier-raum die Stadt Trier , insbesonders am Wochenende ist und dies dem dafür verantwortlichen Stadtrat/-Vorstand und dem rathaus-Personalrat vorzuwerfen.

    • Eine Statistik gibt es nicht aber ich kam kurz nach der ersten Verkaufswelle vorbei und es war grauenhaft. ueberall lagen aufgedunsene Koerper leblos herum, immer mit den gleichen Symptomen: Extrem aufgeblaehter, verhaerteter Unterbauch, die Zunge war blaugruen ganz dick angeschwollen und hing heraus und der Gesichtsausdruck war unmenschlich verzerrt. Der wohl ziemlich qualvolle Tod muss in Sekunden über die Ungluecklichen gekommen sein. Einer lebte noch und bat um Hilfe, da hab ich ihm mit einer Naehnadel in den Bauch gestochen um die Faulgase abzuleiten doch es half nix, er erbrach gestocktes Blut und ward tot. Gegen Brezelfaeule gibts kein Heilmittel. Später kamen dann Bedienstete des Ordnungsamtes, die sich trotz verdienter Wochenendruhe freiwillig gemeldet hatten und haben die armsen Seelen in einem Massengrab verscharrt. Der Brezelverkaeufer hatte natuerlich schon das Weite gesucht.

        • Glauben Sie mir, ich bin Ihnen zutiefst dankbar dass Sie sich einen abackern, um anderer Leute hartz4 zu bezahlen, malochen ist halt nicht jedermanns Sache, aber Sie sind der Typ von bundesdeutschem Menschen, der unser schönes Land nach dem Krieg mit aufgebaut hat, deshalb zolle ich Ihnen Respekt, wenn Sie mir Ihre Adresse verraten schlage ich Sie fürs Bundesverdienskreuz vor.

    • @ A. Hau……das sie das nicht verstehen, wundert in diesem Forum wahrscheinlich niemand. Das schlimme ist, dass sich solche Leute wie Sie über Sachen äußern die sie nicht verstehen. Begreifen sie nicht wo das hinführen würde, wenn jeder ohne Genehmigung, seinen Verkaufsstand in der Innenstadt aufbauen würde und einfach seine Waren anbieten würde?

      • IST es denn bewiesen, das das illegal war? Sind Sie ganz sicher, das dies nicht mit der Gewerbeerlaubnis gedeckt war? Wissen Sie, ob keine Genehmigung vorgelegen hat. Zur Erinnerung: Beim Rosenmontagsumzug sind mehrere der Brezelverkäufer direkt vor Polizei, Zugleiter und Ordnungsamt vor dem Zug gegangen. Glauben Sie, die hätten da beim verdacht einer Straftat nicht eingegriffen? An solch prominenter Stelle? Wo , laut SWR 130 Tsd , Zeugen zugegen waren ?

        • Fragen sie doch einfach beim Ordnungsamt bzw bauverwaltungsamt, jetzt Tiefbauamt nach ob es eine Genehmigung gab,oder überhaupt in der Fußgängerzone geben kann.

          • Herr Schaller, sie sind viel zu ernst, Ihnen fehlt der rheinische Humor. Ham Sie keinen Keller in dem er sich versteckt hat?

      • Ihnen geht Ironie und Sarkasmus wohl völlig ab , auf welchem Weg befinden wir uns denn ? der totalen Bürokratisierung von allem und jedem , für jeden kleinen mist benötigt man eine Genehmigung demnächst wohl auch um auf der Toilette sien Geschäft zu entrichten.
        Das sind die Leute die sich hier echauffieren dass Bretzel wahrscheinlich ohne Genehmigung und deutsches Reinheitsgebot verkauft werden und dann im Urlaub in Spanien sich am Strand ein Eis kaufen das von Salmonellen bevölkert wird.

  6. Text Reinhard Mey und es ist schon über 30 JAhre alt

    Einen Antrag auf Erteilung

    Mein Verhältnis zu Behörden war nicht immer ungetrübt,
    Was allein nur daran lag, daß man nicht kann, was man nicht übt.
    Heute geh‘ ich weltmännisch auf allen Ämtern ein und aus,
    Schließlich bin ich auf den Dienstwegen schon so gut wie zu Haus.
    Seit dem Tag, an dem die Aktenhauptverwertungsstelle Nord
    Mich per Einschreiben aufforderte: Schicken Sie uns sofort
    Einen Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars,
    Zur Bestätigung der Nichtigkeit des Durchschriftexemplars,
    Dessen Gültigkeitsvermerk von der Bezugsbehörde stammt
    Zum Behuf der Vorlage beim zuständ‘gen Erteilungsamt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.