Mord an Béatrice – Verdächtiger ist der Polizei lange bekannt

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Bildquelle: facebook

Arlon. Im November war die 14-jährige Béatrice aus dem belgischen Arlon spurlos verschwunden und einige Tage später in einem Waldstück tot aufgefunden worden. Am 10. Dezember wurde daraufhin Jérémy P. als Hauptverdächtiger festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft aus Belgien jetzt mitteilt, wird sich P. noch wegen einer ganzen Reihe von anderen Straftaten verantworten müssen.

Auch wenn Jérémy P. die gegen ihn erhobenen Mordvorwürfe zurück weist, scheinen nach Angaben der Behörden insbesondere die Beweise, die über DNA-Spuren gegen ihn vorliegen, sehr schwer zu sein. Weiterhin aber ist der Verdächtige nicht bereit, ein Geständnis abzulegen. Er behauptet, mit dem Mord an dem Schulkind, das einige Tage nach seinem Verschwinden in einem Waldstück an der belgisch-luxemburgischen Grenze tot aufgefunden wurde, nichts zu tun zu haben.

Ungeachtet dessen gab die belgische Staatsanwaltschaft jetzt bekannt, dass P. sich noch wegen etlicher anderer Vergehen verantworten muss. Es werde ihm beispielsweise vorgeworfen, nach dem Mord an Béatrice in Frankreich in eine Klinik eingebrochen zu sein. Außerdem soll er mit Hilfe von Gewaltandrohung ein Auto gestohlen haben, sowie mit Waffengewalt eine junge Autofahrerin in Arlon überfallen und vergewaltigt haben.

Da die Straftaten teils in Belgien, teil in Frankreich begangen wurden, ermittelten bisher zwei verschiedene Rechtsapparate gegen ihn. Das hat sich jetzt geändert, indem die belgischen und die französischen Behörden in diesem Fall miteinander kooperieren. Derzeit, so war zu erfahren, arbeiten sie an der zeitlichen Rekonstruktion der Tatabläufe.

Der 26-jährige ist den Behörden kein Unbekannter. Schon 2006 wurde er wegen eines Übergriffs mit sexuellem Hintergrund und wegen der mutwilligen Beschädigung von über 80 Autos in Arlon verurteilt. 2010 stand er dann wieder vor dem Kadi. Damals wollte er sich, als Polizist verkleidet, Drogen und Geld von einem Pärchen beschaffen.

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