Zwischen Pauluskirche und Hochschule: Stadt Trier hat Paulusplatz neu gestaltet

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Der Paulusplatz wurde mit neun neuen Bäumen, neuen Sitzmöglichkeiten und einem innovativen Bewässerungssystem ausgestattet. Foto: Presseamt Trier

TRIER. Aus einem schotterbedeckten Hitzehotspot soll ein deutlich angenehmerer Aufenthaltsort werden: Der Paulusplatz zwischen Pauluskirche und dem Campus Gestaltung der Hochschule Trier ist nach einer Umgestaltung neu eröffnet worden. Ziel des Projekts ist es, den Platz an heiße Sommer und Starkregen anzupassen und zugleich die Aufenthaltsqualität für Studierende und Besucher zu verbessern.

Aus Hitzehotspot soll ein klimaangepasster Platz werden

Bislang galt der mit Schotter bedeckte Paulusplatz im Sommer als besonders aufgeheizter Bereich. Nach weniger als neun Monaten Bauzeit wurde die Umgestaltung nun abgeschlossen.

Nach Angaben der Stadt wurden Bäume gepflanzt, zusätzliche Sitzgelegenheiten geschaffen und ein neues Bewässerungskonzept umgesetzt. Der Platz liegt direkt zwischen der Pauluskirche und dem Campus Gestaltung der Hochschule Trier.

Baudezernent Thilo Becker sagte bei der Einweihung: „Trier ist eine der heißesten Städte in Deutschland. Deshalb ist es hier ein zentrales Ziel, solche Plätze klima-fit zu machen.“

Hochschule sieht mehr Aufenthaltsqualität für Studierende

Die Neugestaltung soll auch den Bedürfnissen der Studierenden entgegenkommen. Hochschulpräsidentin Professor Dorit Schumann erklärte: „Durch die Begrünung des Platzes hat dieser eine gesteigerte Aufenthaltsqualität erhalten. In unserer Strategie ,Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Gesundheit‘ stehen die Studierenden im Mittelpunkt, und das tun sie auch hier. So können sie diese Fläche pünktlich zum Sommersemester genießen.

Auch Dekan Professor Matthias Sieveke sieht in der Aufwertung einen Gewinn für den Hochschulstandort. Er sagte: „Die Aufwertung des Platzes schafft für unsere Studierenden einen deutlich attraktiveren Raum zum Lernen und Austausch. Zugleich stärkt er als zentraler Ort die Verbindung zwischen Hochschule, Stadtgesellschaft und kulturellem Leben.

Sensoren und automatische Bewässerung als Besonderheit

Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der technischen Ausstattung zur Versorgung der neu gepflanzten Bäume. Nach Angaben der Stadt wurden Baumarten ausgewählt, die besser mit veränderten klimatischen Bedingungen und den Belastungen einer städtischen Umgebung zurechtkommen.

Die eigentliche Neuerung sieht die Stadt aber in der digitalen Steuerung. Rund um die Wurzeln der Bäume wurden Feuchtigkeitssensoren installiert. Diese sollen bestimmen, wann der nächste Bewässerungszeitpunkt nötig ist. Zusätzlich kommt auf dem Paulusplatz erstmals ein automatisches Bewässerungssystem zum Einsatz.

Becker sagte dazu: „Auch auf das Schwammstadt Prinzip wurde hier stark geachtet. Die ganzen Baumquartiere sind als Tiefpunkte ausgelegt, sodass das Wasser aus dem Umfeld in Richtung der Bäume fließen kann, wo es gut aufgenommen werden kann.

Platz soll auch bei Starkregen entlasten

Nach Darstellung der Stadt kann der Paulusplatz künftig nicht nur Hitze besser abfedern, sondern auch bei Starkregen eine Funktion übernehmen. Demnach kann die Fläche als Rückstaufläche dienen und so helfen, die Kanalisation zu entlasten.

Damit verbindet das Projekt mehrere Ziele gleichzeitig: mehr Grün in der Stadt, bessere Aufenthaltsbedingungen und eine klimaangepasste Gestaltung des öffentlichen Raums.

Land fördert Projekt mit 160.000 Euro

Finanziert wurde die Umgestaltung über das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) des Landes Rheinland-Pfalz. Die Kosten von 160.000 Euro wurden nach Angaben der Stadt vollständig vom Land getragen.

Michael Hauer, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, sagte: „Als jemand, der seit über 20 Jahren mit seiner Familie hier in Trier lebt, bin ich besonders stolz, dass das Geld, das wir als Ministerium treuhänderisch verwalten, von der Stadt in die Umsetzung gebracht und verbaut wurde, und hier wirklich tolle Verwendung gefunden hat.

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