MAINZ. Berufstätige in Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr häufiger krankgeschrieben gewesen als im Bundesdurchschnitt. Das geht aus aktuellen Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2025 hervor, den die Techniker Krankenkasse veröffentlicht hat.
Demnach waren erwerbstätige TK-Versicherte im Land durchschnittlich 19,6 Tage arbeitsunfähig gemeldet. Bundesweit lag der Durchschnitt bei 18,6 Krankheitstagen. Rheinland-Pfalz zählt damit zu den Bundesländern mit einem überdurchschnittlich hohen Krankenstand.
Atemwegserkrankungen führen die Statistik an
Die häufigsten Gründe für Krankschreibungen waren laut TK auch 2025 Atemwegserkrankungen. Dazu zählen unter anderem Erkältungen, Bronchitis, Grippe sowie Corona-Infektionen.
Allein auf diese Diagnosen entfielen durchschnittlich 4,1 Fehltage pro Erwerbsperson. Besonders in den Wintermonaten hätten Infekte erneut deutlich zum Krankenstand beigetragen, heißt es in der Auswertung.
Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch
Auffällig ist vor allem der anhaltende Anstieg bei psychischen Erkrankungen. Diese führten im Schnitt zu 3,9 Fehltagen pro Berufstätigem.
„Während körperliche Beschwerden seit Jahren auf ähnlichem Niveau bleiben, zeigt sich bei seelischen Erkrankungen ein deutlicher Aufwärtstrend“, teilte die Techniker Krankenkasse mit. Dazu zählen unter anderem Depressionen, Angststörungen oder stressbedingte Erschöpfungszustände.
Datenbasis: Hunderttausende Versicherte aus Rheinland-Pfalz
Die Statistik beruht auf den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2025. Grundlage sind die Abrechnungsdaten von rund 6,2 Millionen berufstätigen TK-Versicherten in Deutschland.
Davon haben etwa 275.000 Menschen ihren Wohnsitz in Rheinland-Pfalz, was eine belastbare regionale Auswertung ermöglicht.
Krankenstand als gesellschaftliches Signal
Die Zahlen zeigen nicht nur kurzfristige Krankheitswellen, sondern auch langfristige Entwicklungen. Insbesondere der Zuwachs bei psychischen Erkrankungen gilt Fachleuten als Hinweis auf zunehmende Belastungen im Arbeitsalltag.
Die TK sieht darin ein Signal an Arbeitgeber und Politik, stärker auf Prävention, gesunde Arbeitsbedingungen und mentale Gesundheit zu setzen.















