RLP: Tödlicher Messerstich nach sexueller Belästigung – Prozessauftakt

Was geschah auf einer Rolltreppe in Kaiserslautern? Wie kam es danach zu einem folgenreichen Messerstich? Das soll ein Gericht klären.

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Foto: Paul Zinken / dpa / Symbolbild

KAISERSLAUTERN. Wegen eines tödlichen Messerstichs im Hauptbahnhof von Kaiserslautern steht eine Angeklagte seit Mittwoch vor dem Landgericht der pfälzischen Stadt. Der Prozess unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge habe wie geplant mit der Verlesung der Anklageschrift und der Einlassung der Frau begonnen, teilte ein Justizsprecher mit.

Der Staatsanwaltschaft zufolge soll die Angeklagte als Heranwachsende im Juni 2024 einen Mann mit einem Messerstich verletzt haben. Er starb demnach noch im Hauptbahnhof an den Folgen – «was die Angeklagte hätte vorhersehen und vermeiden können», wie es hieß.

Den Ermittlungen zufolge soll der Mann auf einer Rolltreppe der Frau ans Gesäß gefasst haben. Man gehe «aufgrund der zeitlichen Abläufe nicht von einer Notwehrsituation aus, verneine aber auch einen Tötungsvorsatz», teilte die Anklagebehörde mit. Die Frau hatte sich kurz nach der Tat gestellt. Es sind weitere Verhandlungstermine geplant. (Quelle: dpa)

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2 Kommentare

    • Respekt? Wem gegenüber? Es stellt sich hier doch eher die Frage ob es mittlerweile normal und akzeptabel ist, dass man (in diesem Falle eine junge Frau) mit einem Messer in der Tasche herumläuft. Und warum tut man das? Um sich einen Apfel zu schälen oder ein Weidenstöckchen zu schneiden. Nö, wenn Jeder oder Jede jedesmal zustechen würde, wenn Er/Sie an den Hintern gefasst wird, hätten wir eine Menge Tote mehr zu beklagen. Die vorliegende Tat steht in keinem Verhältnis zur Ursache.

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