Tierseuche: Institut bestätigt Blauzungenkrankheit im Nordsaarland

Nachdem im nördlichen Saarland die Blauzungenkrankheit nachgewiesen wurde, fehlte noch die endgültige Bestätigung des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit. Diese kam nun.

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Die Blauzungenkrankheit ist bei Schafen und Rindern im Saarland bestätigt worden. Gegen die Krankheit ist generell eine Impfung möglich. Foto: Fabian Sommer/dpa

SAARBRÜCKEN/LEBACH/WEISKIRCHEN. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat im Saarland drei Fälle von Blauzungenkrankheit bestätigt.

Die vom nationalen Referenzlabor für Blauzungenkrankheit am FLI untersuchten Proben stammten aus einer Rinder- sowie zwei Schafhaltungen, teilte eine Sprecherin des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit in Greifswald mit. Wie viele Tiere betroffen seien, konnte sie nicht sagen. Zu den genauen Orten der Ausbrüche gab es zunächst keine Angaben.

Einrichtung von Restriktionszonen

Bereits am Mittwoch waren in drei Betrieben im Saarland – in einem Rinderbestand in Lebach sowie in zwei Schafhaltungen in Losheim und WeiskirchenFälle von Blauzungenkrankheit bei Rindern und Schafen nachgewiesen worden. Die endgültige Bestätigung durch das FLI stand aber noch aus. Der Ausbruch habe die Einrichtung von Restriktionszonen als rechtlich vorgeschriebene Maßnahme zur Folge, teilte die Sprecherin weiter mit.

Nach amtlicher Feststellung des Ausbruchs dürfen laut saarländischem Umweltministerium für das Virus empfängliche Tiere, also vor allem Rinder, Schafe und Ziegen, nur noch unter bestimmten Bedingungen innerhalb von Deutschland und der EU transportiert werden. Diese und weitere Seuchenschutzmaßnahmen werden den Angaben zufolge vom Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) umgesetzt.

Keine Ansteckungsgefahr für Menschen

Nach Informationen des Umweltministeriums besteht für Menschen keine Ansteckungsgefahr. Fleisch- und Milchprodukte könnten ohne Bedenken verzehrt werden.

Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung, die durch kleine blutsaugende Mücken übertragen wird, wie das Ministerium mitteilte. Zu den empfänglichen Tieren zählten außer Rindern und Schafen auch Ziegen, Lamas und Alpakas. Die Tiere könnten durch eine Impfung vor der Krankheit geschützt werden.

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