Finanzielle Lage ambulanter Pflegedienste: Landespflegekammer Rheinland-Pfalz schlägt Alarm

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Eine Pflegefachkraft zieht einem Klienten einen Kompressionsstrumpf an. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

MAINZ. Angesichts der Umfragen zufolge angespannten Finanzlage bei zahlreichen ambulanten Pflegediensten sieht die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz dringenden Handlungsbedarf. Die tatsächlichen Kosten der Dienste müssten angemessen honoriert werden, sagte der Präsident der Kammer, Markus Mai, am Montag in Mainz.

«Letztlich muss der Spieß umgedreht und Rechnungen im Vertrauen zügig gezahlt werden», forderte Mai. Dann würden sich längere Prüfzeiten bei den Pflegekassen nicht zu Ungunsten der Leistungserbringer auswirken. Es gelte, die wirtschaftliche Situation der Pflegedienste zu stabilisieren.

Mai verwies auf Umfragen der Diakonie Deutschland und der Pflegegesellschaft Rheinland-Pfalz. Denen zufolge sei die finanzielle Situation ambulanter Pflegedienste äußerst angespannt, was erhebliche Risiken für die flächendeckende Versorgung mit sich bringe, betonte Mai. Die Ergebnisse der Umfragen verdeutlichten demnach die dringende Notwendigkeit von Maßnahmen zur Stabilisierung.

An der Abfrage der Pflegegesellschaft Rheinland-Pfalz etwa hatten 188 ambulante Dienste teilgenommen. Davon hatten der Gesellschaft zufolge nach eigenen Angaben 108 erhebliche wirtschaftliche Probleme. Von 42 teilnehmenden teilstationären Einrichtungen sahen 24 erhebliche wirtschaftliche Probleme, von 176 teilnehmenden vollstationären Einrichtungen waren es 106. (Quelle: dpa)

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