Hundertausende Euro und kiloweise Gold erbeutet: Prozess gegen Callcenter-Bande beginnt

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Foto: dpa/Symbolbild

KOBLENZ. Am 2.11.2023 beginnt vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Koblenz ein Strafprozess wegen bandenmäßigen Betrugs gegen sieben Angeklagte, die zur Tatzeit im Alter zwischen 19 und 23 Jahren alt waren, an den Tatorten Koblenz, Bad Honnef, Rheinbrohl etc.

Die Angeklagten sollen die Straftaten in den Monaten September und Oktober 2017 sowie am 15.12.2020 begangen haben. Einer der Angeklagten soll in zwei Fällen gehandelt haben, wobei es bei einem dieser Fälle ebenso wie bezüglich zweier weiterer Angeklagten beim Versuch geblieben sei; ein weiterer Angeklagter soll zudem einen vorsätzlichen Verstoß gegen das Waffengesetz durch den Besitz eines Schlagringes begangen haben.

Dabei sollen die Angeklagten und weitere noch unbekannte Mittäter dergestalt vorgegangen sein, dass sie von in der Türkei eingerichteten Callcentern aus in Deutschland lebende, vorwiegend ältere Menschen als potentielle Tatopfer ausgewählt, diese angerufen und sich dabei als Polizeibeamte und Staatsanwälte ausgegeben sowie diesen vorgespiegelt haben sollen, dass wegen einer in der Nachbarschaft begangenen Straftat nunmehr auch Vermögensverluste für den Gesprächsteilnehmer drohten. Auf diese Weise seien die potentiellen Opfer veranlasst worden, weiteren Mitgliedern der Gruppierung Bargeld, Schmuck und sonstige vermögenswerte Gegenstände zur vermeintlich sicheren Aufbewahrung in Gewahrsam der Polizei auszuhändigen.

Anschließend sollen die erlangten Vermögenswerte in die Türkei verbracht worden sein. Bei der ersten Tat unter Beteiligung von fünf der Angeklagten sollen 250.000 Euro in bar, Schmuck im Wert von 27.000 Euro und drei Kilogramm Gold in Barren zu je 50 Gramm erbeutet worden sein. Bei der zweiten Tat unter Beteiligung von drei der Angeklagten sollen die Telefonate bereits durch die Polizei überwacht worden sein, sodass es nicht mehr zur Übergabe der Vermögenswerte gekommen sein soll. (Quelle: Landgericht Koblenz)

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