Bätzing-Lichtenthäler kann sich perspektivisch Amt der Ministerpräsidentin vorstellen

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Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag von Rheinland-Pfalz. Foto: Arne Dedert/dpa

MAINZ. SPD-Fraktionschefin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hat ihren Wechsel vom Amt der Sozialministerin an die Spitze der Sozialdemokraten im rheinland-pfälzischen Landtag nicht bereut. «Es war ein Rollenwechsel, aber ich fühle mich mittlerweile absolut angekommen», sagte Bätzing-Lichtenthäler der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Beide Aufgaben seien nicht miteinander zu vergleichen. Mit ihrer Arbeit als Fraktionsvorsitzende sei sie jedoch thematisch breiter aufgestellt. «Und es ist direkter. Du bist direkter an der Politik, direkter an der Koalition und du bist auch direkter, was Machtoptionen angeht», sagte die 48-Jährige. «Das macht mir viel Freude.»

Auf die Frage, ob sie sich nach einem Ausscheiden von SPD-Landeschef Roger Lewentz und SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer diese Aufgaben vorstellen könnte, sagte Bätzing-Lichtenthäler: «Wenn Sie in der Politik sind und wenn Sie in einer bestimmten Liga dabei sind, dann wollen Sie gestalten, dann sind Sie bereit. Und wenn dann etwas kommt, dann sagen Sie auch nicht, auf gar keinen Fall.»

In der rheinland-pfälzischen SPD sei es aber ein jahrelang praktizierter Weg, bei wichtigen Entscheidungen vertraulich alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und hinter den Kulissen darüber zu sprechen. Außerdem hätten die Sozialdemokraten im Land keinen Mangel an personellen Möglichkeiten, betonte die Fraktionsvorsitzende.

SPD-Landeschef Roger Lewentz will sich beim Parteitag im November erneut für das Amt bewerben. Der 60-Jährige hat jedoch angekündigt, bei einer nochmaligen Wahl nur noch zwei Jahre Landesvorsitzender zu bleiben und dann den Wechsel an der Parteispitze vorzubereiten. Bätzing-Lichtenthäler wird auf dem Parteitag erstmals als stellvertretende Parteichefin kandidieren. Die nächste Landtagswahl ist für das Frühjahr 2026 geplant. (Quelle: dpa)

7 Kommentare

  1. Seien Sie mir nicht böse, Frau Bätzing – Lichtenthäler…,

    aber als Niete, bezogen auf Ihre Politik,
    die jetzige Niete zu beerben, wird Ihre ganz private
    Illusion bleiben..

  2. Sie kann sich also „perspektivisch“ das Amt der Ministerpräsidentin vorstellen. Aha. Auf gut deutsch heißt das schlichtweg, dass sie geil auf den Posten ist. Und der unsägliche ehemalige Amtsbote Lewentz will auch wieder oben mitmischen? Und was macht die dauergrinsende „Dame“, wenn sie auf „die Plätze“ verwiesen wird? Fragen über Fragen………….

  3. Wenn normal gewählt wird, dann kommen die nicht mehr dran an die Fleischtöpfe. Und das wissen die auch. Deswegen werden jetzt schon Pfründe gesichert dass es nur so kracht, Pöstchen verteilt, ….

  4. Wir haben in den letzten Jahrzehnten in Rheinland-Pfalz schon soviel „Politisches“ von allen Parteien erlebt, dass wir S. B.-L. auch überleben werden.

  5. Die Wähler werden doch hoffentlich nicht so blöd sein und Rot oder Rot-Grün nochmal an die Macht wählen. Sind die Deutschen zu einem Volk der Masochisten mutiert?

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