“Freundschaft konkret”: Bolivianische Gäste im Bistum Trier – Besuch im “Weltladen” in Föhren

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Die bolivianischen Gäste der Stiftung Solidarität und Freundschaft Chuquisaca-Trier mit Engagierten im und vor dem Weltladen in Föhren. Foto: Bistum Trier

FÖHREN/SUCRE. Fünf Gäste aus der bolivianischen Erzdiözese Sucre sind zurzeit zu Besuch im Bistum Trier. Sie treffen sich mit ihren deutschen Partnern zur jährlichen Versammlung der Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca-Trier“ und beraten mit ihren deutschen Partnern des Bistums Trier und des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) über Formen der zukünftigen Finanzierung der Partnerschaft.

Daneben besuchen sie Gruppen, Unterstützer und Einrichtungen besonders aus dem Bereich der Jugendarbeit im Bistum. Bei einem ersten Besuch stand am dritten Tag ihres Aufenthalts, am 28. Juni, der „Weltladen“ in Föhren auf dem Programm.

Seit 1981 besteht dort die „Aktion 3%“, eine Gruppe, deren Mitglieder drei Prozent ihres Einkommens für Entwicklungsprojekte spenden. Lorenz Müller stellte den Gästen die Initiative vor, zu deren Kooperationspartnern von Anfang an die Pfadfinderische Jugendarbeit in Bolivien und das Bolivienreferat des Bistums gehören. Ein Standbein der „Aktion 3%“ ist der seit 1990 bestehende „Weltladen“ in der Föhrener Hauptstraße, deren ehrenamtlich getragene Arbeit Gertrud Thielen den Gästen näherbrachte.

Der bolivianische Geschäftsführer der Stiftung, Ader Barrón, gab den Engagierten in Föhren einen Überblick über die Arbeit der Stiftung, deren Schwerpunkte sich seit einiger Zeit verschöben: Nach dem starken Engagement für schulische Bildung und der Finanzierung von Internaten auf dem Land seien derzeit besonders Menschen mit Beeinträchtigungen im Blick. Auch die fehlenden Arbeitsmöglichkeiten der ländlichen Jugendlichen, die nach der Pandemie zu einem Exodus in die Städte führe – mit allen Problemen und Gefahren – steht verstärkt im Fokus. So fördert die Stiftung derzeit Landschulinternate für Kinder und Jugendliche von 6 bis 15 Jahre aus entlegenen Regionen, drei Ausbildungszentren mit praxisbezogenem Unterricht in Landwirtschaft, Nähen oder Hauswirtschaft, zwei Studentenwohnheime in der Stadt Sucre und Therapiepraxen für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Padre Henrry Vellejos bezeichnete die Freundschaft und gegenseitige Solidarität als zwei wichtige Werte im langen Weg der Zusammenarbeit und bedankte sich – auch im Namen der Kinder, Jugendlichen und Bedürftigen sowie des Erzbischofs von Sucre – für die große Unterstützung. Die bolivianischen Stifter werden vom Referat für Bolivienpartnerschaft und Entwicklungspolitik des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Referentin Evelyn Zimmer begleitet, die in Föhren auch die deutsch-spanischen Gespräche übersetzte. Regen Austausch gab es auch zum Thema Klimwandel und Umweltschutz.

Mehr Informationen gibt es auf: www.bdkj-trier.de unter der Rubrik „Bolivienpartnerschaft“. (Quelle: Bistum Trier)

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