Krankenkasse: Jugendliche in RLP fürchten schlechtere Gesundheit durch Klimawandel

6
Foto: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild

MAINZ. Jeder zweite Jugendliche aus Rheinland-Pfalz im Alter von 14 bis 17 Jahren erwartet negative Effekte des Klimawandels auf seine Gesundheit. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Sinus-Studie im Auftrag der Barmer. Demnach gaben bei der Umfrage 52 Prozent der jungen Leute aus dem Bundesland an, dass sich der Klimawandel sehr oder eher negativ auf ihre Gesundheit auswirken wird (Bund: 56 Prozent).

Keine oder eher geringe Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Gesundheit erwarten nur 29 Prozent der rheinland-pfälzischen Heranwachsenden (Bund: 26 Prozent). Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Rheinland-Pfalz und im Saarland, sagt: „Ängste vor den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit sind berechtigt. Hitzewellen haben eine Übersterblichkeit durch Hitzestress oder Hitzschlag zur Folge.“ Hitze könne auch Vorerkrankungen verschlimmern, wodurch Todesfälle durch andere Erkrankungen zunähmen.

Größte Sorge vor tropischen Krankheiten

Zu den häufigsten gesundheitlichen Folgen des Klimawandels zählen die Jugendlichen aus Rheinland-Pfalz laut Umfrage tropische Erkrankungen (31 Prozent, Bund: 22 Prozent), Atemwegserkrankungen (12 Prozent, Bund: 9 Prozent) und Hitzschläge (9 Prozent, Bund: 12 Prozent). Hautkrebs (4 Prozent, Bund: 7 Prozent), Allergien (4 Prozent, Bund: 4 Prozent) und Herzinfarkte (3 Prozent, Bund: 2 Prozent) vermuten die jungen Leute aus dem Bundesland deutlich seltener als Konsequenz aus dem Klimawandel. Die Studie zeigt auch, dass jeder dritte rheinland-pfälzische Jugendliche große Angst vor dem Klimawandel hat (31 Prozent, Bund: 37 Prozent). „Die Klimakrise belastet viele Jugendliche stark. Dieser Befund sollte ernst genommen werden“, meint Kleis. Im schlimmsten Fall könnten aus starken Ängsten psychische Probleme erwachsen.

Kampf gegen den Klimawandel: persönliche Handlungsbereitschaft

Gemäß der Umfrage ist die persönliche Bereitschaft, etwas gegen den Klimawandel zu tun, unterschiedlich ausgeprägt bei jungen Menschen in Rheinland-Pfalz. So sind 53 Prozent der rheinland-pfälzischen Jugendlichen bereit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Schule, Arbeit oder Ausbildungsstätte zu fahren (Bund: 53 Prozent), um einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten. Auf den Stand-by-Modus bei Geräten würden 40 Prozent verzichten (Bund: 37 Prozent). Digitale Medien sparsamer nutzen würden dagegen nur 14 Prozent der Jugendlichen in Rheinland-Pfalz (Bund: 10 Prozent), auf Milchprodukte verzichten sogar nur 10 Prozent (Bund: 10 Prozent). Auch der Verzicht auf Fleisch bei der Ernährung als Beitrag gegen den Klimawandel steht bei jungen Leuten aus Rheinland-Pfalz nicht hoch im Kurs (16 Prozent, Bund: 17 Prozent). (Quelle: Barmer Rheinland-Pfalz/Saarland)

6 Kommentare

  1. Und der Krankenkassenchef will zahnärztliche Behandlungen streichen, wie z.b. Vorsorge etc..Da fragt man sich, warum noch ein Bonusheft? Mehr als ruinieren kann man das Gesundheitssystem nicht mehr, das seit Jahrzehnten sowieso am Ende ist.Sollten mal die Verursacher zur Kasse bitten.

  2. Jedenfalls hat die ständige Panikmache vom menschgemachten Klimawandel dazu geführt dass viele Leute scheinbar ihr Gehirn abgeschaltet und das Denken den Grünen überlassen haben. Mit ein wenig Recherche stellt man nämlich schnell fest das es sich dabei um puren Blödsinn handelt !

  3. Die „jungen Menschen“ in Deutschland sollten sich eher darum sorgen, das dieses Krankenkassen-System komplett kollabiert (so wie generell das dt. Sozialsystem, welches ausgenutzt wird…) und mehr und mehr (Kassen-,)Leistungen zukünftig gestrichen werden, da es künftig „weniger Einzahler“, aber jährlich tausendfach mehr „Bezieher“ von Kassenleistungen werden, welche nie eingezahlt haben und es auch nie werden! Die geringen Beiträge, welche vom „Bund“ (= durch den Steuerzahler) für diese Leistungsnehmer gezahlt werden, lächerlich u viel zu niedrig sind.
    Da spielt das Klima eh nur eine untergeordnete Rolle, wenn man seine Medikamente nicht mehr bezahlen kann, bzw. wochenlang auf einen Arzttermin warten muss. Viele Zahnbehandlungen, welche vor einigen Jahren noch „Kassenleistungen“ waren, wurden für junge Menschen ab 18Jahren ja schon gestrichen – gilt dies auch für diese „spezielle Klientel“?

  4. Erwähnt wird laut Medienberichten, das man gegen Privatflugzeuge was unternehmen will bzgl. Verschmutzung. Aber z.b. Herr Merz fliegt ja selbst eins, ganz zu schweigen, die Kerosinablässe von Militärmaschinen und Urlaubsflieger alleine über Deutschland. Egal, was gewisse Minister in die Hand nehmen wollen, meist geht der Schuß nach hinten los. Und wir finanzieren das durch die Inflation.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.