Warnstreik im Einzelhandel: Beschäftigte legen Arbeit nieder

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Foto: dpa

MAINZ/SAARBRÜCKEN. Beschäftigte des Einzelhandels in Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben am Freitag die Arbeit niedergelegt.

Ersten Schätzungen nach beteiligten sich zwischen 150 und 200 Menschen an dem Warnstreik, wie Verdi-Koordinatorin Monika Di Silvestre sagte. Die Läden hätten zwar geöffnet gehabt, dennoch seien Auswirkungen spürbar gewesen. Viele Kassen seien unbesetzt gewesen, in Kleidungsgeschäften werde keine neue Ware aufgebügelt. Zuvor hatte Verdi zu Warnstreiks in Filialen von Ikea, Galeria, H&M, Kaufland, Hornbach und Primark aufgerufen. 

In den Tarifverhandlungen für den Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz mit rund 150.000 Beschäftigten fordert Verdi 2,50 Euro mehr pro Arbeitsstunde, eine Laufzeit der Tarifverträge von zwölf Monaten und das Einsetzen der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels. Darüber hinaus solle die Auszubildendenvergütung um 250 Euro pro Ausbildungsjahr steigen. Der Handelsverband schlug ein zweistufiges Angebot über zwei Jahre vor. Im ersten Jahr soll es demnach eine Tariferhöhung um drei Prozent geben, im zweiten Jahr um zwei Prozent.

Die erste Runde der Tarifverhandlungen fand Anfang Mai statt. Am kommenden Dienstag (30. Mai) soll es weitere Gespräche geben.

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