Die beliebtesten Online-Zahlungsmethoden in Luxembourg

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Symbolbild; pixabay

Obwohl das Großherzogtum am Südhang der Ardennen im europäischen Kontext als klein gilt, sollte die ökonomische Potenz des Landes nicht unterschätzt werden. Luxemburg verzeichnet unter allen Flächenstaaten weltweit das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Diese wirtschaftliche Stärke trägt dazu bei, dass das Land insbesondere für E-Commerce-Unternehmen von Interesse ist. Hervorzuheben sind dabei die hervorragend ausgebaute Infrastruktur, die ausgeprägte Kaufkraft sowie eine weit entwickelte E-Commerce-Kultur. Im folgenden Artikel schauen wir uns die populärsten Online-Zahlungsmethoden in Luxemburg an.

Statistiken und Informationen zum Luxemburger E-Commerce-Markt

Mit fast 640.000 Einwohnern ist Luxemburg der zweitkleinste Mitgliedstaat in der Europäischen Union. Die Bevölkerungszahl übertrifft die von Bremen und verteilt sich auf eine Fläche von 2.586 km², etwa so groß wie das Saarland. Mit einer Bevölkerungsdichte von 228 Einwohnern/km² ähnelt Luxemburg der deutschen Dichte. Die gleichnamige Hauptstadt ist die größte Stadt des Landes, in der etwa 20 Prozent der Bevölkerung oder 142.000 Menschen im Ballungsgebiet leben. Im Gegensatz dazu ist das Ösling im Norden bergiger und weniger dicht besiedelt. Luxemburg hat enge Verbindungen zu Belgien, Frankreich und Deutschland und bildet zusammen mit den angrenzenden Regionen die Großregion Saar-Lor-Lux (Saarland/Lothringen/Luxemburg). Zudem gehört Luxemburg zu den drei Benelux-Ländern.

Luxemburg zählt mit einer Internet-Penetrationsrate von 98 Prozent zur weltweiten Spitze in Bezug auf die Internetnutzung. 83 Prozent der Luxemburger kaufen regelmäßig online ein, was als überdurchschnittlich angesehen wird. Das E-Commerce-Volumen beläuft sich trotz der geringen Bevölkerung auf fast 1 Milliarde US-Dollar, wobei für die nächsten Jahre ein moderates Wachstum von etwa 5 Prozent erwartet wird.

Jährlich geben die Käufer durchschnittlich 1.754 Euro für E-Commerce aus. Das Einkaufen über mobile Geräte erfreut sich wachsender Beliebtheit, wobei aktuell etwa ein Viertel der Käufe über Smartphones oder Tablets getätigt wird. Aufgrund eines zweistelligen Wachstums wird dieser Anteil in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter zunehmen. Die Smartphone-Penetration in Luxemburg beträgt 93 Prozent und gilt damit als sehr hoch. Bereits jetzt finden die Hälfte aller mobilen Käufe innerhalb einer App statt.

Das sind die beliebtesten Online-Zahlungsmethoden in Luxemburg

Bezüglich der Zahlungsmethoden im E-Commerce in Luxemburg zeigt sich die Online-Überweisung als die bevorzugte Option. Fast die Hälfte aller Transaktionen werden über diesen Weg abgewickelt, insbesondere durch die Nutzung des luxemburgischen Online-Tools DigiCash. Debit- und Kreditkarten stehen an zweiter Stelle und machen fast ein Viertel aller Online-Käufe aus. Es wird erwartet, dass diese Zahlungsmethode in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird und bis 2023 etwa 3 von 10 Einkäufen ermöglichen wird.

Das Wachstum dieser Zahlungsmethode wird auch durch die hohe Anzahl von Karten pro Einwohner in Luxemburg unterstützt: durchschnittlich 1,4 Debitkarten und 3,7 Kreditkarten. Im Gegensatz dazu bleibt die Nutzung von digitalen Geldbörsen in Luxemburg noch unterentwickelt, wobei Prognosen darauf hindeuten, dass sie bis 2023 für 12 Prozent der E-Commerce-Transaktionen verantwortlich sein werden.

Welche Zahlungsarten sind beim Online-Shopping in Deutschland am beliebtesten?

Obwohl der Kauf auf Rechnung nach wie vor die beliebteste Zahlungsart beim Online-Shopping in Deutschland ist, zeigt eine Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI einen Rückgang der Beliebtheit dieser Zahlungsart. Im Jahr 2020 wurden noch 30,4 Prozent aller Online-Einkäufe per Rechnung beglichen, im Jahr 2021 sank dieser Anteil auf 28,3 Prozent. PayPal ist mittlerweile die zweitbeliebteste Zahlungsweise, deren Marktanteil von 24,9 auf 28,2 Prozent gestiegen ist. Auch die Sofortüberweisung ist mit 18,6% sehr beliebt und wird, ähnlich wie die Paysafecard, vor allem oft im Online Gaming Bereich verwendet. Das Lastschriftverfahren ist mit einem Umsatzanteil von 17,4 Prozent die dritthäufigste Zahlungsart, während Kreditkarten bei 11,4 Prozent der Einkäufe eingesetzt wurden.

Während der Pandemie hat das Online-Geschäft laut Horst Rüter, Leiter Forschungsbereich Zahlungssysteme und Autor der Studie, einen Aufschwung erlebt. Handelsunternehmen erzielen mittlerweile je nach Branche 30 bis 50 Prozent ihres Umsatzes im E-Commerce, wobei PayPal als eine der bevorzugten Zahlungsarten von Verbrauchern im E-Commerce immer häufiger genutzt wird.

Im Gegensatz dazu ist das Modell „Buy now, pay later“ in Deutschland noch nicht sehr weit verbreitet. Die Studie zeigt auch, dass die Umsatzanteile für Rechnungs- oder Ratenkäufe in den letzten zwei Jahren zurückgegangen sind. Der Ratenkauf büßte 1,9 Prozentpunkte ein, während der Rechnungskauf sogar 4,5 Prozentpunkte verlor.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) senkt aufgrund des russischen Krieges in der Ukraine seine Prognose für den Online-Handel in Deutschland. Der Verband erwartet zwar weiterhin ein Umsatzwachstum, jedoch nicht mehr so stark wie in den letzten Jahren. Für 2022 schätzt der HDE den Umsatz auf 97,4 Milliarden Euro und senkt damit seine vorherige Schätzung um eine Milliarde Euro aufgrund der schlechten Konsumstimmung.

Fazit

Auf den ersten Blick mag man aufgrund der geringen Größe Luxemburg leicht übersehen werden. Allerdings ist die hohe Akzeptanz der Bevölkerung für E-Commerce beachtenswert. Auch die Auswahl an Online-Zahlungsmethoden in Luxemburg ist sehr groß und für jeden Kunden sollte eine passende Zahlungsmethode dabei sein. Online-Überweisungen und Kreditkarten sind die am weitesten verbreiteten Methoden und werden von den meisten Online-Shops akzeptiert.

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