Überraschende Wahl: So heißt der Bischof-Stein-Platz in Zukunft

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Foto: RATHAUS ZEITUNG TRIER

TRIER. Der Ortsbeirat Mitte/Gartenfeld hat sich nach anderhaltbstündiger Diskussion Diskussion auf einen neuen Namen für den bisherigen Bischof-Stein-Platz verständigt, wie der Volksfreund berichtet. Im vergangenen Jahr hatte eine unabhängige Kommission festgestellt, dass in der Amtszeit des vormaligen Trierer Bischofs Bernhard Stein in zahlreichen Fällen sexuellen Missbrauchs die Täter durch den Führungskreis des Bistums systematisch geschützt worden waren (lokalo berichtete). Daraufhin wurde u.a. die Aberkennung der Ehrenbürgerwürde Steins beschlossen.

Nach dem Beschluss des Ortsbeirates soll der Platz nun seinen alten Namen zurückerhalten, den er bis zur Neugestaltung des Areals im Jahre 2011 getragen hatte: „Hinter dem Dom“. Insgesamt wurden acht Vorschläge diskutiert: Am Domhof, Am alten Gefängnis, Kardinal-Clemens-August-von-Galen-Platz, Platz der Menschenwürde, Platz der Vielfalt, Platz gegen das Vergessen, Windstraße sowie Windstraße in Kombination mit Hinter dem Dom. Die beiden letzten Vorschläge wurden wegen ihrer Ähnlichkeit zusammengefasst, so dass faktisch sieben Möglichkeiten zu Debatte standen.

Während Ortsvorsteher Michael Düro (Grüne) die Bezeichnung „Am Domhof“ favorisierte, sprach sich die SPD-Fraktion für „Platz der Menschenwürde“ aus. In der Abstimmung stimmten drei Mitglieder für „Platz gegen das Vergessen“, fünf für „Platz der Menschenwürde“ und sechs für die Variante der alten Adresse Windstraße/Hinter dem Dom. Die Stichwahl ging mit neun zu fünf Stimmen für Windstraße/Hinter dem Dom“ aus. Fünf der 14 Ratsmitglieder votierten für „Platz der Menschenwürde“.

Der Stadtrat muss dem Vorschlag des Ortsbeirates noch zustimmen. (Quelle: Trierischer Volksfreund)

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