Trier: “Kaiser, Feldherr, Philosoph” – Vorbereitungen zu Landesausstellung 2025 laufen

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Im Rheinischen Landesmuseum Trier wird ein Gipsabguss einer Büste des römischen Kaisers Marc Aurel enthüllt. Foto: Birgit Reichert/dpa/Archivbild

TRIER. Die Vorbereitungen für die nächste rheinland-pfälzische Landesausstellung 2025 in Trier über den römischen Kaiser Marc Aurel sind bereits im Gange. Bis Sommer solle «die endgültige Wunschliste» für Exponate stehen, die bei Leihgebern europaweit angefragt werden sollten, sagte der Direktor des Rheinischen Landesmuseums Trier, Marcus Reuter. Es gebe bereits erste mündliche Zusagen. Mehrere 100 Exponate sollten zur Sonderschau «Marc Aurel – Kaiser, Feldherr, Philosoph» zusammengetragen werden, sagte Reuter der Deutschen Presse-Agentur.

Es werde die erste umfassende Ausstellung über Marc Aurel (121 bis 180) sein: «So eine Zusammenstellung von Exponaten wird man in den nächsten 30 bis 40 Jahren nicht mehr erleben. Und das hat es vorher so auch nicht gegeben», sagte Reuter. Nach den Ausstellungen zu Kaiser Konstantin (2007) und Kaiser Nero (2016) wird in der alten Römerstadt Trier mit Aurel wieder eine große Persönlichkeit der Antike im Fokus stehen.

Das Konzept der Marc Aurel-Ausstellung für das Landesmuseum werde zurzeit erarbeitet, sagte Reuter. Klar sei, dass etliche Porträt-Büsten zu sehen sein werden. Es gebe vier verschiedene Typen von Porträts des Kaisers, von ganz jung bis kurz vor seinem Tod. Es werde aber keine Porträtausstellung. «Er hat in seinem Leben mehr zu bieten.»

So sollen auch seine Familie und sein privates Umfeld eine Rolle spielen. Ebenso wie seine Rolle als Kriegsherr, der Angriffe unter anderem germanischer Völker an der Donaugrenze abwehren musste. Und schließlich werde sich auch dem Philosophen Aurel gewidmet: Als Verfasser des Klassikers «Selbstbetrachtungen» gilt er als letzter wichtiger Vertreter der jüngeren Stoa. Stoisches Denken ist gekennzeichnet von Gelassenheit und Selbstbeherrschung.

Reuter ging davon aus, dass über das «Stoa-Thema» auch Menschen angesprochen würden, «die gar nicht so geschichts- oder römeraffin sind». Viele interessierten sich bis heute für den Stoizismus.

Mit im Boot bei der Landesausstellung 2025 ist das Stadtmuseum Simeonstift Trier: Es widmet sich der Frage «Was ist gute Herrschaft?». Trier hat laut Reuter eine besondere Verbindung zu Marc Aurel. Unter seiner Herrschaft sei die Porta Nigra gebaut worden. (Quelle: dpa)

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