“Es ist ziemlich heftig, was im Augenblick passiert” – Mainzer Virologe zu Corona-Infektionen

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MAINZ. Angesichts zunehmender Corona-Infektionen sollten sich nach einer Empfehlung des Mainzer Virologen Bodo Plachter alle überlegen, ob sie an größeren Veranstaltungen teilnehmen. «Es ist ziemlich heftig, was im Augenblick passiert», sagte Plachter der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die seit September deutlich steigenden Infektionszahlen.

«Wir haben Oktoberfest, Bundesliga und viele große Veranstaltungen», sagte der Direktor des Instituts für Virologie der Universitätsmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Zusammen mit den kühleren Temperaturen sei der Anstieg zu erwarten gewesen. An den Kliniken sei die Situation aufgrund der Versorgung von vielen Infizierten inzwischen «sicherlich anspruchsvoll».

Wie sehr das Ausmaß der Corona-Infektionen jetzt noch größer werde, lasse sich nicht vorhersagen, sagte Plachter. Dies werde auch von den politischen Entscheidungen zur Eindämmung der Pandemie und vom Verhalten der Bevölkerung beeinflusst. Es sei jetzt besonders zu empfehlen, Abstand zu halten, Maske zu tragen und auf größere Veranstaltungen zu verzichten. Es müsse aber jeder und jede für sich entscheiden, sich im Alltagsleben stärker zu schützen.

«Wir sehen auch relativ früh schon verstärkt Influenza-Fälle», sagte Plachter. Dabei zeige sich, dass Grippe-Infektionen in den vergangenen zwei Jahren wegen der verstärkten Corona-Schutzmaßnahmen auf niedrigem Niveau geblieben seien.

5 Kommentare

  1. Wer hat denn noch Angst vor Corona? Ich kenne Unzählige, die inzwischen schon 2x oder 3x Corona hatten, mit allenfalls leichten bis mittleren Symptomen. Ich meinen da wird die 4. und 5 Infektion sicherlich auch nicht dramatischer werden. Lieber Mainzer Virologe, mach ne Büttenrede aus Deinen Thesen.

  2. Und Herr Lauterbach wirbt schon für eine Impfkampagne, hoch lebe , egal welcher Hersteller, zum Milliardenumsatz kommt. Zudem brauch sich keine Klinik zu beschweren über den Pflegenotstand, man solle es denen danken, die dafür gesorgt haben.

  3. So ist es, ich habe 2003 Examen gemacht, niemand wurde aus meinem Kurs übernommen.
    Alle bis auf 2- 3 Ausnahmen sind mittlerweile in einem anderen Beruf tätig.
    Ich bin allerdings froh , für mehr Geld weniger Stress anderweitig als in einer Klinik tätig zu sein.
    Und so geht es vielen meiner Kollegen, solange der Beruf nicht attraktiver wird, werden sich immer schwerer Leute finden. Schlecht bezahlt, stressig und familienunfreundliche Dienstzeiten.

    • Was sind denn familienfreundliche Dienstzeiten?
      Also nur krank sein und, oder Pflege brauchen wenn es zur Familie passt, oder wie haben Sie sich das vorgestellt?

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