TRIER. Die Vereine DJK/MJC Trier, TSC Trier, FSV Trier-Kürenz und die DJK St. Matthias erhielten Defibrillatoren für ihre vereinseigenen Sportstätten, wie der Stadtsportverband Trier mitteilt. Zudem gab es CO2-Warnampeln für SKV Trier und Spielvereinigung Zewen.
Ein plötzlicher Herzstillstand kann tödlich enden, wenn der Patient nicht rechtzeitig behandelt wird – und ein Herzstillstand ist keine Sache des Alters, wie der Fall des Dänen Christian Eriksen bei der Fußball-Europameisterschaft 2021 tragisch zeigte, der auf dem Feld reanimiert wurde, wodurch sein Leben gerettet wurde.
Der Stadtsportverband Trier hat es sich zur Aufgabe gesetzt, seine Mitgliedsvereine beim Kampf gegen plötzlichen Herzstillstand zu unterstützen.
Seit 2016 hatten bereits elf Mitgliedsvereine Defibrillatoren für ihre vereinseigenen Sportanlagen erhalten, nun kamen vier weitere hinzu. Die Initiative ging von Michael Fremdling, dem Schatzmeister des Stadtsportverbandes, aus, die Mittel für die Defibrillatoren stammen aus Nutzungsgebühren für Vereins-Software, die der Stadtsportverband anbietet.
Der Ort für die offizielle Übergabe waren die Tennisplätze der DJK/MJC Trier an der Bezirkssportanlage Trier-West – denn dort befindet sich seit Mitte März bereits einer dieser vier Defibrillatoren. Weitere Geräte wurden an den TSC Trier, den FSV Trier-Kürenz und an die DJK St. Matthias gespendet. Alle Defibrillatoren im Wert von rund 1200 Euro sind selbsterklärend, jeder kann sie im Notfall bedienen.
„Man muss kein Arzt oder Sanitäter sein, um damit Leben zu retten, man darf keine Angst haben, die Defibrillatoren auch einzusetzen“, betonte Marco Marzi, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes Trier: „Wir hoffen, dass diese Lebensretter niemals zum Einsatz kommen, aber wenn nur ein Leben gerettet werden kann, hat sich diese Spende absolut gelohnt.“
Gastgeber Jörg Hunold von der DJK/MJC Trier, selbst ausgebildeter Rettungssanitäter, verwies auf die Bedeutung der „Defis“: „Jeder im Verein muss für den Notfall wissen, dass wir ein solches Gerät haben und wo sich das Gerät befindet. Und man muss wissen, dass man damit nichts falsch machen kann.“ Das Gerät ist so eingestellt, dass es misst, ob bei der Person der Herzschlag ausgesetzt hat, und beginnt dann erst mit der Behandlung. „Man muss im wahrsten Sinne des Wortes das Herz in seine Hände nehmen“, sagte Hunold.
Bernd Michels, Vorstandsmitglied des Stadtsportverbandes, hofft, dass die Übergabe von nun fünfzehn Defibrillatoren an Vereine auch eine Signalwirkung für städtische Sportanlagen und private Sportanbieter wie Fitnessstudios hat. „Ein Herzstillstand kann überall passieren, da sollten alle gewappnet sein.“
Der Stadtsportverband übergab nicht nur vier Defibrillatoren, sondern auch zwei CO2-Mess- und Warngeräte – an die Kegler des SKV Trier sowie die Fußballer der Spielvereinigung Zewen – gerade mit Blick auf die Pandemie. Diese Geräte messen den CO2-Gehalt in der Luft zum Beispiel in Geschäftsstellen oder Clubräumen – und zeigen mittels einer Ampel an, wann gelüftet werden muss. „Das führt im Winter hoffentlich dazu, dass man die Räume angesichts der aktuellen Energiekosten nicht dauerlüften muss, um auf der sicheren Seite zu sein“, betonte Marzi. Für Sporthallen kann man diese Geräte allerdings nicht nutzen, nur für kleinere Räume.












