Grenzüberschreitende Region – Landrat Metzdorf zu Gast beim Deutschen Botschafter in Luxemburg

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Der Landrat (5.v.r.) war beim Deutschen Botschafter (3.v.l.) in Luxemburg eingeladen. Er wurde begleitet vom Landtagsabgeordneten Lothar Rommelfanger (1.v.l.), der in die Gespräche mit den Vertreter:innen aus Luxemburg die Sicht des Landes einbrachte.

LUXEMBURG. Es gibt ein großes Potenzial in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und viele Möglichkeiten die schon vorhandenen Kontakte auszudehnen – das war das Resümee eines Besuches von Landrat Stefan Metzdorf beim Deutschen Botschafter in Luxemburg.

Der Botschafter Ullrich Wilhelm Klöckner hatte den Landrat in seine Residenz eingeladen, nachdem er zu Beginn des Jahres in der Kreisverwaltung zu Gast war. Er sehe es als seine Aufgabe an zwischen den Akteuren auf deutscher und luxemburgischer Seite zu vermitteln, sagte der Botschafter. Und so hatte er zu dem Treffen auch Vertreter unter anderem von den Luxemburger Wirtschaftskammern und dem Außenministerium eingeladen: den Generaldirektor der Handwerkskammer, Tom Wirion, den Direktor der Industrie- und Handelskammer, Marc Wagener, den Präsidenten der Deutsch-Luxemburgischen Wirtschaftsinitiative, Stefan Pelger, sowie den Stellvertretenden Direktor der Europaabteilung im Außenministerium, André Biever.

In den Gesprächen wurde deutlich, dass die Grenze für die meisten Menschen im Alltag zwar kaum noch existiert, dass es aber dennoch kleinere und größere und mitunter unnötige Hürden gibt. Konkret ging es unter anderem um den Bereich Mobilität und eine Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden Verkehrs. Auch unter dem Aspekt der Faktoren Klima und Umwelt sei es wichtig das Thema ständig weiter zu verfolgen. Sehr kritisch wurde von allen Gesprächsteilnehmenden die Homeoffice-Regelung für Grenzgänger:innen gesehen: Nach einer pandemiebedingten Ausnahmeregelung sind für Pendler:innen aus Deutschland ab dem 30. Juni wie vor der Corona-Phase nur noch19 Tage im Jahr Homeoffice gestattet. Ab dem 20. Tag, an dem sie von zuhause aus arbeiten, müssen sie in Deutschland Steuern und Abgaben zahlen. Hier ist das Finanzministerium in Berlin gefragt.

Gesprochen wurde außerdem über den Fachkräftemangel, der schon längst nicht mehr nur die deutsche Seite betrifft, sondern auch in Luxemburg angekommen ist. Thematisiert wurde dabei das schwierige Image mancher Berufsfelder wie zum Bespiel im Bereich des Handwerks. Hier wie auch in anderen Feldern gehe es darum, sich als gemeinsame Region zu verstehen und die Dinge auf lokaler Ebene anzugehen. Er sei dabei vor allem an praktischen Lösungen interessiert, so Landrat Stefan Metzdorf. Der Landkreis und die gesamte Region Trier hätten sich ganz entscheidend durch die wirtschaftlichen Verflechtungen mit Luxemburg positiv entwickeln können. Nun sei es wichtig das gute Miteinander zu nutzen, gemeinsam in die Zukunft zu schauen sowie die Chancen und Möglichkeiten auszuloten und aufzugreifen. Der Landrat regte an, Treffen mit den Verantwortlichen zu verstetigen, um Ideen zu entwickeln und in einem kontinuierlichen Austausch zu bleiben.

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