Prozess in Trier: Hochwasser-Hilfen zu Unrecht kassiert

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Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

TRIER. Am Amtsgericht Trier beginnt am 16.5.2022 der Strafprozess gegen einen 35-Jährigen aus Görlitz und eine 42-Jährige aus Neunkirchen wegen Betruges in fünf Fällen sowie Fälschung beweiserheblicher Daten. Dies teilt das Gericht heute mit.

Die Staatsanwaltschaft Trier legt dem mehrfach auch einschlägig vorbestraften 35-jährigen Angeklagten zur Last, im Juli und August 2021 drei Anträge auf Soforthilfe wegen der Flutkatastrophe in Trier-Ehrang gestellt zu haben und dabei zu Unrecht angegeben zu haben, zum betroffenen Personenkreis zu gehören.
Dabei habe er angegeben, dass ihm ein Schaden von über 5.000,- Euro entstanden sein soll, was nicht der Fall gewesen sei. Dies soll dem Angeklagten bekannt gewesen sein. Zudem soll er teilweise falsche Personalien verwendet haben. Einer der Anträge sei bewilligt worden, wodurch es zur Auszahlung von 1.500,00 Euro an den Angeklagten gekommen sein soll.

Die 42-jährige Angeklagte soll im August 2022 auf dieselbe Art und Weise zwei Anträge auf Soforthilfe gestellt haben. Zu einer Auszahlung soll es mangels Bewilligung nicht gekommen sein.

Der 35-jährige Angeklagte soll zudem im März 2021 bei der Firma Otto Waren im Wert von knapp 105,- Euro bestellt haben. Dabei soll er einen falschen Namen und für die Einzugsermächtigung zur Begleichung der Rechnung die Kontodaten der Justizvollzugsanstalt Trier angegeben haben. Die Abbuchung soll von der Bank rückgängig gemacht worden sein, die Waren soll der Angeklagte wie geplant behalten haben.

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