Prozess um Tankstellen-Mord in Idar-Oberstein: Gutachten zu Tatwaffe liegt vor

In weiteren Zeugenvernehmungen lassen Ermittler vor dem Landgericht Bad Kreuznach den Tatabend in Idar-Oberstein Revue passieren. Ein Gutachter identifiziert den Revolver des Angeklagten als Tatwaffe. Und ein Ermittler fuhr sogar kurz vor dem mutmaßlichen Mord an der Tankstelle vorbei.

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Christian Schulz/Foto Hosser/dpa

BAD KREUZNACH. Im Mordprozess um den nach einem Maskenstreit erschossenen Tankstellenmitarbeiter besteht laut einem Fachmann kein Zweifel an der Tatwaffe.

Der als Zeuge geladene Sachverständige erklärte am Freitag am Landgericht Bad Kreuznach, dass der Revolver des 50-jährigen Angeklagten die Tatwaffe sei. «Der Lauf entspricht den Spuren am Geschoss», sagte der 46-Jährige. Diese seien «übereinstimmend und beweiskräftig».

Der angeklagte Deutsche soll einen 20 Jahre alten Tankstellen-Kassierer in Idar-Oberstein (Landkreis Birkenfeld) Mitte September 2021 getötet haben, weil dieser den Kunden auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte. Er hatte an einem früheren Prozesstermin die Tat gestanden und umfassend ausgesagt.

Außerdem ließen in der Verhandlung am Freitag Polizisten den Tatabend aus Ermittlersicht Revue passieren. Ein 36-jähriger Polizist schilderte, wie er gemeinsam mit dem Tankstelleninhaber das Überwachungsvideo auswertete, nachdem er selbst kurz vor der Tat auf dem Rückweg von einem Einsatz an der Tankstelle vorbeigefahren sei.

Ein 57-jähriger Kriminaltechniker und eine 33-jährige Kriminalkommissarin beschrieben als weitere Zeugen, wie sie bis nach 4 Uhr morgens Spuren sicherten. Auf Bildern war zu sehen, wie ein Teil der Wand hinter dem Verkaufstresen herausgeschnitten worden war, nur um das darin steckende Projektil zu sichern.

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