TRIER. Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität fördert unterschiedliche Wasserprojekte der Stadtwerke Trier (SWT) mit insgesamt 233.000 Euro.
Staatssekretär Michael Hauer nutzt die Übergabe der Förderbescheide, um sich über die aktuellen Projekte der SWT zu informieren und den neuen Trinkwasserspender am Trierer Kornmarkt zusammen mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe offiziell in Betrieb zu nehmen. Der rheinland-pfälzische Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer hob die Bedeutung der Projekte hervor: „All diese Projekte sind nicht nur von hohem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger, sondern die Stadtwerke Trier gehen hier auch innovative, ressourcenschonende Wege. Bei Zukunftsprojekten dieser Qualität finden sie bei der Wasserwirtschaft im Klimaschutzministerium immer ein offenes Ohr.“
Staatssekretär Hauer hob dabei besonders das Projekt zu intelligenten Kanalnetzsteuerung hervor. „Moderne Abwassersysteme sind nicht nur energiesparend, sondern sie machen das Abwassermanagement auch zukunftsfest. Ich bin froh, dass die Stadtwerke Trier hier vorbildlich nach vorne gehen.“ Mit Blick auf den Trinkwasserbrunnen am Trierer Kornmarkt erklärte Michael Hauer: „Wir freuen uns, dass sie unser 100-Brunnen-Programm so gezielt im Sinne der Bürgerinnen und Bürger in Anspruch genommen haben.“ Die Kostenübernahme für die Wiederinbetriebnahme der Trinkwasseraufbereitung nach dem Kyll-Hochwasser bezeichnete der Staatssekretär als „wesentlich“. Es sei selbstverständlich, dass das Land hier mit den Mitteln des Aufbaufonds möglichst schnell und effizient helfe.
Oberbürgermeister Leibe, der auch Vorsitzender des SWT-Verwaltungsrates ist, freut sich über die Unterstützung und den guten Draht nach Mainz. „Unsere Stadtwerke beweisen immer wieder, dass sie ein Top-Partner in Sachen Infrastruktur sind. Egal ob im Krisenfall, bei intelligenten Lösungen für die Zukunft oder ganz konkreten Umweltschutzprojekten für die Triererinnen und Trierer wie den Wasserspendern. Deshalb freue ich mich, dass dieses Engagement von der Landesregierung wahrgenommen und unterstützt wird“, sagt Oberbürgermeister Wolfram Leibe.
Die Projekte im Überblick:
KI-basierte Kanalnetzsteuerung
Bis Ende 2024 statten die SWT das Kanalnetz in Deutschlands ältester Stadt mit einem neuen, KI-basierten System zur Steuerung der Abwasserflüsse aus. „Dafür installieren wir in unserem rund 500 Kilometer langen Kanalnetz gezielt Sensoren und bauen zukünftig neue fernsteuerbare Wehre ein. So können wir auf Basis der Messwerte und unter Berücksichtigung der Wetterprognosen das Wasser im Kanalnetz mittels künstlicher Intelligenz vorausschauend optimal steuern“, erläutert SWT-Vorstand Arndt Müller. Das schafft einerseits bis zu 14.000 Kubikmeter zusätzlichen Stauraum für Regenereignisse innerhalb der vorhandenen Infrastruktur. Andererseits verbessert der stetige Zufluss zum Klärwerk sowohl die Reinigungsleistung als auch den Energieeinsatz im Hauptklärwerk. Die Stadtwerke planen einmalige Investitionen von rund 200.000 Euro. Das Klimaschutzministerium fördert den Aufbau dieses Systems mit 70.000 Euro.
Nach Kyll-Flut: Unterstützung beim Wiederaufbau des Zweckverband Wasserwerks im Kylltal
Bei dem Hochwasser im Juli 2021 hat die Kyll am 15. Juli insgesamt 17 der 21 Tiefbrunnen mitsamt Trafostationen im Kylltal überflutet, was zu einem Ausfall des Wasserwerks im Kylltal führte. Bis zur Wiederinbetriebnahme der Anlage am 4. August waren zahlreiche Reparaturmaßnahmen erforderlich. Dazu gehören unter anderem die Reinigung und Beprobung der Brunnen sowie der Be- und Entlüftungsschächte, der Wiederaufbau der Stromversorgung sowie der Steuer- und Regeltechnik, 15 neue Zaunanlagen, das Entsorgen von Treibgut und Behältnissen mit wassergefährdenden Stoffen und vieles mehr. Diese Maßnahmen haben insgesamt Kosten von 159.000 Euro verursacht, die das Klimaministerium des Landes Rheinland-Pfalz komplett gefördert hat.
(Trink-) Wasser marsch!
Zum Auftakt in den Frühling nehmen die Stadtwerke Trier einen neuen Trinkwasserspender auf dem Kornmarkt in Betrieb. Neben Palastgarten, Domfreihof (beide seit 2019) und dem Porta Nigra-Vorplatz (2021) ist es der vierte Standort in der Innenstadt, wo Passanten kostenlos ihren Durst stillen können. Die Kosten für die Installation liegt pro Brunnen bei circa 12.000 Euro. Rund ein Drittel davon, also 4.000 Euro, übernimmt das rheinland-pfälzische Klimaschutzministerium im Rahmen des Programms „100 Trinkwasserspender für Rheinland-Pfalz“. Die Betriebskosten für Wartung, Beprobung und Instandhaltung übernehmen in die SWT in Eigenleistung. Alle vier Trinkwasserspender gehen in den nächsten Tagen in Betrieb.















