Gedenkfeier für ermordete Polizisten: „Trauer, Wut, Erschrecken“

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Mehrere hundert Menschen haben sich zur ökumenischen Gedenkfeier für die beiden in der Nacht zu Montag erschossenen Polizisten vor der Stadtkirche versammelt. Foto: Harald Tittel/dpa

KUSEL. Drei Tage nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten bei einer Verkehrskontrolle in Rheinland-Pfalz ist bei einer ökumenischen Gedenkfeier im pfälzischen Kusel der beiden Opfer gedacht worden.

«Wir als Kirche haben gemerkt, dass es ein großes Bedürfnis innerhalb der Bevölkerung gibt, der Trauer Ausdruck zu verleihen», sagte Dekan Lars Stetzenbach vor dem Gottesdienst am Donnerstagabend in der Stadtkirche. Der Ton der Gedenkfeier der protestantischen und katholischen Kirchengemeinde wurde nach draußen übertragen, wo viele Menschen standen. Die Tat hatte sich am Montagmorgen nahe Kusel ereignet.

Der Gottesdienst wurde mit Liedern wie «You’ll Never Walk Alone» und Wortbeiträgen gestaltet. «Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind», sagte Dekan Stetzenbach zu Beginn. Andere Redner sprachen von «Trauer, Wut, Erschrecken» über den Tod der beiden Polizisten, deren Namen genannt wurden. Vor dem Altar und vor der Kirche brannten Kerzen, am Eingang lagen zwei Kondolenzbücher.

Der 29 Jahre alte Oberkommissar und seine 24 Jahre alte Kollegin, eine Polizeianwärterin, waren am frühen Montagmorgen erschossen worden. Unter Tatverdacht stehen zwei 32 und 38 Jahre alte Männer, die noch am selben Tag festgenommen worden waren und inzwischen in Untersuchungshaft sitzen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Verdächtigen mit den Taten Jagdwilderei verdecken wollten.

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