Opferbeauftragter: Schweigen des Trierer Amokfahrers belastend

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Kerzenmeer nach der Amokfahrt vor der Porta Nigra in Trier
Ein Meer von Kerzen vor der Porta Nigra in Trier nach der Amokfahrt mit fünf Toten am Vortag. Foto: Harald Tittel/dpa

TRIER. Das andauernde Schweigen des Trierer Amokfahrers zur Tat und den Hintergründen belastet nach Aussage des rheinland-pfälzischen Opferbeauftragten Detlef Placzek Überlebende und Hinterbliebene.

„Hilfreich für die Bewältigung dieses Ereignisses wäre eine Aussage des Täters, warum er auf so brutale Art und Weise Leben ausgelöscht und anderen Menschen so viel Leid zugefügt hat“, sagte Placzek am Dienstag. Er appellierte an den derzeit vor Gericht stehenden Mann, zu seiner Tat zu stehen und auszusagen.

Bei der Amokfahrt am 1. Dezember vor einem Jahr waren in der Trierer Fußgängerzone fünf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Am 19. August hat vor dem Landgericht der Prozess gegen den 52-Jährigen begonnen, der kurz nach der Amokfahrt festgenommen worden war und die Tat bei der Polizei gestanden hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor. Zum Prozessauftakt hatte der Deutsche vor Gericht gesagt, er wolle keine Aussage machen.

Am Jahrestag der Tat am Mittwoch (1.12.) sind ein Gottesdienst im Trierer Dom und ein Requiem in der Basilika geplant.

 

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