Feuer in Hochhaus gelegt: Gericht verurteilt Brandstifter

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Foto: dpa/Symbolbild

MAINZ. Wegen eines absichtlich gelegten Feuers im 14. Stock eines Mainzer Hochhauses ist ein Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Mainz sah es am Dienstag als erwiesen an, dass der 46-Jährige im Juni Benzin in der Wohnung verschüttet und anschließend angezündet hatte. Der Mann verließ das Hochhaus per Aufzug, er wurde in der Nähe festgenommen.

Bei dem Brand war niemand ernsthaft verletzt worden, der Verdacht auf Rauchvergiftung bei zwei Bewohnern bestätigte sich nicht. Das Feuer löste einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr aus, das 18-stöckige Gebäude wurde teilweise geräumt. Der Schaden beläuft sich nach bisherigen Schätzungen auf mindestens 800.000 Euro.

Bei dem 46-Jährigen wurde eine psychische Erkrankung festgestellt, weshalb er vor Gericht teils unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagte. Hintergrund für die Tat war, dass seine Freundin gestorben war und die Wohnung in dem Hochhaus geräumt werden sollte. Er habe nicht gewusst wohin und Bier und Schnaps getrunken, sagte er. Die Sache tue ihm leid. «Heute würde ich so nicht mehr handeln.» Der bislang nicht vorbestrafte Mann befindet sich seit damals in U-Haft.

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