++ Aktuell: Neue Details im Amokfahrt-Prozess – Die Aussagen des Chefs der Mordkommission ++

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Der Angeklagte (2.v.r) wird in den Gerichtssaal im Landgericht Trier geführt. Foto: Harald Tittel/dpa/archivbild

Die tödliche Amokfahrt in Trier ist nach Einschätzung eines Hauptermittlers vom Täter geplant gewesen. «Da bin ich mir sicher. Wir haben Anhaltspunkte, dass die Tat nicht ad hoc entstanden ist», sagte der Leiter des Kommissariats für Kapitaldelikte bei der Kripo Trier, Christian Soulier, am Dienstag vor dem Landgericht Trier. Es habe «Vorbereitungshandlungen» und Äußerungen des mutmaßlichen Täters gegeben, die darauf hinwiesen.

Bei der Amokfahrt am 1. Dezember 2020 waren in Trier fünf Menschen getötet und zahlreiche Menschen verletzt worden. Seit dem 19. August steht ein 52-Jähriger vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor. Der Deutsche soll mit seinem Geländewagen durch die Trierer Fußgängerzone gerast sein, um möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen.

Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

Soulier sagte, der Angeklagte habe kurz vor der Tat seinen Job bei einer Elektrofirma gekündigt und seine Arbeitskleidung zurückgebracht. Zudem habe er dort eine Geldsumme bezahlt, die noch ausstand, obwohl es keine Aufforderung gab. Am Tattag selbst habe er die Haustürschlüssel an eine Bekannte zurückgegeben und ihr gesagt, sie könne sein Auto haben. Er komme in den Knast. Schließlich habe er an dem Tag «fast alles Geld» von seinem Konto abgehoben. «Das war total untypisch», sagte Soulier.

Der Angeklagte selbst habe in einer Vernehmung allerdings «heftig bestritten», die Tat vorbereitet zu haben, sagte der Ermittler, der auch die damalige Sonderkommission «Fußgängerzone» geleitet hatte. Auf die Tat selbst und Schilderungen über die Opfer habe er mit «null Empathie» reagiert und «nicht ansatzweise Mitgefühl» gezeigt. «Ich bezeichne ihn als starken Egoisten», sagte Soulier.

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