NEUSTADT/WIED. Am gestrigen Sonntag, den 26.9., wurde der Polizeiautobahnstation Montabaur gegen 22.00 Uhr ein Falschfahrer auf der Autobahn 3 in Richtung Köln gemeldet, wie die Verkehrsdirektion Koblenz mitteilt.
Der 82-jährige Mann aus dem Kreis Euskirchen (NRW) war mit seinem PKW an der Anschlussstelle Neustadt/Wied entgegen der Fahrtrichtung auf die Autobahn aufgefahren. Unmittelbar danach kam es zur Kollision mit einem auf dem mittleren Fahrstreifen herannahendem PKW. Dessen 67-jähriger Fahrer sowie die 62-jährige Beifahrerin aus Solingen wurden dabei verletzt, wobei die Beifahrerin schwere Verletzungen erlitt. Der Unfallverursacher wurde ebenfalls mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.
Gegen den Falschfahrer wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet, sein Führerschein wurde sichergestellt. Die Autobahn war in der Folge für die Dauer von ca. einer Stunde in Richtung Köln gesperrt. Es kam zu erheblicher Staubildung.
Als sich dieser aufzulösen begann, erhielt die Polizei den Hinweis auf einen PKW, der sich nicht wieder in Bewegung setzte. Nach Überprüfung konnte der PKW, auf dem rechten Fahrstreifen stehend, festgestellt werden. Der 32-jährige Fahrzeugführer saß regungslos auf dem Fahrersitz. Da ein medizinischer Notfall angenommen werden musste, die Fahrertür sich auf Grund von Beschädigungen jedoch nicht öffnen ließ, schlugen die Beamten die Seitenscheiben ein, um an den Fahrer zu gelangen.
Bei diesem wurde in der Folge eine Atemalkoholkonzentration von 2,14 Promille festgestellt, er war lediglich eingeschlafen. Nach Entnahme einer Blutprobe, wurde sein Führerschein sichergestellt. Am Fahrzeug fanden sich zudem frische Unfallspuren, welche auf die Beteiligung an einem Verkehrsunfall hindeuten. Ermittlungen dazu dauern an. Sicher ist, dass sich der Fahrzeugführer wegen Trunkenheit im Verkehr zu verantworten hat.















