Pilzbefall nach Regen: Apfelernte in RLP fällt schwächer aus

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Äpfel der Sorte „Discovery“ liegen in einer Stiege. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

KOBLENZ. Die Obstbauern in Rheinland-Pfalz erwarten eine von Pilzbefall etwas verringerte Apfelernte. Der häufige Regen in diesem Jahr habe den reifenden Äpfeln mancherorts Pilzkrankheiten beschert, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Obstbau des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau, Norbert Schäfer, der Deutschen Presse-Agentur. «Im langjährigen Durchschnitt wird die Apfelernte daher diesmal bundesweit etwa fünf Prozent weniger sein», erklärte er. Die Obstbauern hätten «punktgerecht» Pflanzenschutzmittel spritzen müssen.

Die Apfelernte begann in diesem Sommer in Rheinland-Pfalz laut Schäfer witterungsbedingt auch rund drei Wochen später als in den vergangenen, sonnenreicheren Jahren. Frühe Sorten seien von August an gepflückt worden, nun stehe die Ernte von «mittleren Sorten» wie Elstar, Gala und Cox Orange an. Mit den späten Sorten könne sich die Apfelernte bis Ende Oktober oder Anfang November hinziehen.

Der Vorsitzende des Obstrings Koblenz, Thomas Kreuter, sagte, das Wetter der vergangenen Tage mit relativ kühlen Nächten und sehr sonnigen Tagen sei ideal für Äpfel gewesen: «Da kriegen sie schöne Farbe.» Schäfer ergänzte: «Die Verbraucher können sich auf tolle Vitaminbomben freuen.» Kreuter betonte allerdings, auch in den kommenden Wochen müsse das Wetter mitspielen. Beispielsweise dürfe es nicht hageln. In der Gemeinde Grafschaft ganz im Norden von Rheinland-Pfalz habe es «deshalb schon Ausfälle gegeben».

Äpfel sind die bedeutendste Baumobstart in Rheinland-Pfalz. Laut dem Statistischen Landesamt in Bad Ems werden sie auf fast 1400 Hektar angebaut. Für das vergangene Jahr gingen die Statistiker im September 2020 von einer landesweiten leicht überdurchschnittlichen Apfelernte von rund 26.400 Tonnen aus. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor. (dpa)

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