Schließung ohne Perspektive: Thermen im Stich gelassen

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Die Becken der Emser Therme sind menschenleer. Foto: Thomas Frey/dpa

KOBLENZ. Dank sinkender Corona-Infektionszahlen zeigt die rheinland-pfälzische Landesregierung Öffnungsperspektiven für Gastronomie, Handel, Kultureinrichtungen, Tourismus und Sportstätten auf. Die Thermen spielen in der Diskussion um mögliche Lockerungen keine Rolle, was für Unverständnis bei Betreibern, Bäderverband und Wellness-Fans sorgt.

«Warum bei verbessertem Infektionsgeschehen Thermen und Bäderhäuser weiterhin geschlossen bleiben, obwohl Thermen der Gesundheitsvorsorge und Linderung von Krankheiten dienen, ist nicht nachvollziehbar», kritisiert Guido Orthen, Vorsitzender der Sektion Heilbäder und Kurorte des Tourismus- und Heilbäderverbands Rheinland Pfalz.

Thermen mit ihrem Angebot von Massagen, Wassersport-Gymnastik bis zu Reha-Kursen und Saunieren sind nach Angaben des Verbandes für die Heilbäder und Kurorte in Rheinland-Pfalz von zentraler Bedeutung. Das Infektionsrisiko dort sei aufgrund guter Hygienekonzepte sehr gering, was die Erfahrung des vergangenen Jahres belege. Thermen in anderen Bundesländern wie Hessen werden laut Orthen mit Schwimmbädern gleichgesetzt und können je nach Inzidenz demnächst öffnen. «Das führt zu einem Wettbewerbsnachteil für die Thermen und Bäderhäuser in Rheinland-Pfalz», kritisierte er.

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