Kultur, Sport und Kontakte: Rheinland-Pfalz lockert Regeln zu Pfingsten weiter

Die Inzidenz hat in den meisten Städten und Kreisen die Marke zur Bundes-Notbremse unterschritten. Lockerungen zu Pfingsten sind die Folge - gemäß des Stufenplans der Landesregierung.

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Foto: dpa

MAINZ. Kultur und Sportveranstaltungen im Freien mit maximal 100 Zuschauern auf festen Plätzen sind von diesem Freitag an in Rheinland-Pfalz wieder erlaubt. Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test und die Inzidenz muss mindestens fünf Tage unter 100 und damit unter der Schwelle zur Bundes-Notbremse liegen.

Die Maskenpflicht entfalle, da zwischen den Plätzen ausreichend Abstand gehalten werden muss, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Geregelt ist die zweite Stufe des Perspektivplans zur vorsichtigen Öffnung in der 21. Corona-Bekämpfungsverordnung der Landesregierung. Das Land gehe umsichtig und zielstrebig mit großen Schritten einem positiven Sommer entgegen, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Maximal fünf Menschen aus fünf verschiedenen Haushalten dürfen sich draußen – mit oder ohne Trainer – wieder zum Gruppensport treffen, natürlich mit Abstand. Das gilt auch für Blasorchester und Chöre. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen von maximal fünf Personen aus zwei Hausständen blieben zunächst bestehen.

Das landesweite Alkohol-Konsumverbot im Freien fällt weg. In Mainz etwa ist der Straßenverkauf und Ab-Hof-Verkauf von offenen alkoholischen Getränke wieder möglich.

Sinkt die Inzidenz fünf Tage unter 50, wie zum Beispiel in Trier, sind Innengastronomie und Kultur innen wieder möglich – mit Abstand, Test, festen Plätzen und Maske. Auch Spielhallen können dann wieder öffnen. Angebote auf Ausflugsschiffen sind grundsätzlich analog zu den Regelungen in der Gastronomie wieder möglich. Dabei ist auch die aktuelle Inzidenz entscheidend – unter 100 oder unter 50.

Die 21. Corona-Bekämpfungsverordnung wurde auch an die neue Version der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes angepasst, die dieser am 13. Mai 2021 erlassen hat.

Neben den Ausnahmen für symptomlose geimpfte und symptomlose genesene Personen gibt es nur kleinere Anpassungen: Beispielsweise können sich Einreisende aus einfachen Risikogebieten sofort «freitesten» lassen und nicht erst nach fünf Tagen. Zudem müssen sich Kinder bis zum sechsten Geburtstag nicht auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen.

Sollte sich der positive Trend wie bisher fortsetzen, so ist ab dem 2. Juni eine dritte Stufe des Perspektivplans Rheinland-Pfalz vorgesehen, die weitere Erleichterungen in den Bereichen Tourismus, Freizeit, Sport und Kultur vorsieht.

Der neue Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) sagte: «Das Bedürfnis nach Normalität ist bei uns allen enorm. In der aktuellen Lage mit sinkenden Inzidenz- und steigenden Impfzahlen dürfen wir auch berechtigt optimistisch auf die kommenden Wochen blicken.» Dennoch lasse die Landesregierung Vorsicht walten, um das Erreichte nicht leichtfertig zu verspielen. Grundregeln wie Maskentragen, Abstand halten, Hygienevorschriften beachten und regelmäßiges Testen blieben die Kernstrategie gegen die Corona-Pandemie.

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