Rheinland-Pfalz: Freigabe von Astrazeneca hat in der Praxis nur wenig Folgen

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Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca. Foto: Russell Cheyne/PA Wire/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

MAINZ. Die Freigabe des Corona-Impfstoffs Astrazeneca hat in Rheinland-Pfalz keine großen Auswirkungen. Der Impfstoff werde in der Altersgruppe 60 plus ausreichend angenommen, rund 90 Prozent des bisher angelieferten Vakzins seien bereits verimpft worden, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Markus Kuhlen, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Da noch viele Rheinland-Pfälzer im Terminpool für eine Impfung seien oder sich registrieren könnten, stelle sich die Frage der Freigabe praktisch gar nicht.

Die vom Bund angekündigten Lieferungen mit Astrazeneca bis Ende Juni würden ohnehin für die Zweitimpfungen gebraucht. „Erstimpfungen hingegen werden in allen Altersgruppen bis auf Weiteres grundsätzlich mit anderen Impfstoffen stattfinden.“

Die Zeit zwischen der ersten und der zweiten Impfung mit Astrazeneca soll auch nicht verkürzt werden. Alle Termine seien bereits festgelegt worden und sollten wegen des hohen logistischen Aufwands auch nicht wieder verändert werden.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hält die Freigabe des Astrazeneca-Impfstoffs für richtig – trotz oft viel längerer Beratungsgespräche mit den Patienten. Sie fordert ohnehin die vollständige Freigabe der Priorisierungsreihenfolge. „Ärztinnen und Ärzte kennen am besten die Gefährdungspotentiale ihrer Patientinnen und Patienten“, sagte KV-Sprecher Stefan Holler zur Begründung.

„Um pandemiebedingte Gefahren für Leib und Leben sowie die Gefahr der Entwicklung gefährlicher Mutationen zu verringern, ist eine schnelle Überwindung der Pandemie extrem wichtig“, betonte Holler. „Dazu müssen wir alle geeigneten Impfstoffe einsetzen, die zur Verfügung stehen.“ Mit wie vielen Dosen Astrazeneca die niedergelassenen Ärzte rechnen können, wusste er aber nicht.

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