Rheinland-Pfalz: Zahl der Einbürgerungen im Pandemie-Jahr 2020 stark gesunken

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Eine Person hält eine Einbürgerungsurkunde in der Hand. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Im vergangenen Jahr sind so wenige in Rheinland-Pfalz lebende Ausländer eingebürgert worden wie seit mehr als drei Jahrzehnten nicht.

4841 Menschen erhielten die deutsche Staatsangehörigkeit, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems am Freitag mitteilte. Das sei der niedrigste Wert seit 1989. Im Vergleich zu 2019 sank die Zahl der Einbürgerungen demnach um etwa ein Fünftel (minus 20,2 Prozent). Das Statistische Landesamt führt dies auf die Folgen der Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurück.

Eingebürgert wurden im Jahr 2020 dem Landesamt zufolge 2531 Frauen und 2310 Männer. Etwa die Hälfte dieser Menschen lebte demnach seit mehr als zehn Jahren in Deutschland (49,6 Prozent). Im Durchschnitt seien die Eingebürgerten 33 Jahre alt gewesen. Die Liste der am häufigsten eingebürgerten Nationalitäten führten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit (440 Personen) an. Auf Platz zwei folgten demnach Personen mit einer bisherigen türkischen Staatsangehörigkeit (412).

Die meisten Einbürgerungsurkunden wurden laut Landesamt in Ludwigshafen (596) und Mainz (485) ausgehändigt, die wenigsten im Landkreis Kusel (23).

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