Virtueller Start: Zum Sommersemesters begrüßt die Universität Trier 600 Studienanfänger

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Die Entwicklung der Corona-Pandemie macht es aktuell eher unwahrscheinlich, dass im Sommersemester wenigstens vereinzelt Lehrveranstaltungen auf dem Campus stattfinden können. Unterdessen ist an der Universität Trier damit begonnen worden, die Situation der Studierenden während der Corona-Pandemie zu erforschen. Foto: Universität Trier

TRIER. Das Sommersemester 2021 an der Universität Trier wird wieder ein digitales Semester. Durch ein Jahr Erfahrung mit der Corona-Pandemie hat der Lehrbetrieb neue Routinen entwickelt und es wurde eine große technische Infrastruktur aufgebaut. Studierende kommen statt in den Hörsaal online zur Vorlesung oder ins Seminar. So findet auch die Begrüßung der Erstsemesterstudierenden in virtuellen Räumen statt.

An den Orientierungstagen vom 29. März bis 6. April 2021 heißen die mehr als 30 Studienfächer ihre Erstis mit interaktiven Online-Tools willkommen. Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel hat extra für die Studienanfängerinnen und Studienanfänger eine Videobotschaft vorbereitet. Er zeigt ihnen den Campus und stellt ihnen die Universität vor. „Lichtblicke“ heißt das Format, mit und in dem der Präsident alle Studierenden und Mitarbeitenden im Jahr 2021 bei Laune halten möchte. Außerdem sind digitale Betreuungsformate entwickelt worden, um den neuen Studierenden den Studienanfang zu erleichtern.

Seit Beginn der Pandemie informiert der Universitätspräsident regelmäßig persönlich alle Angehörigen der Universität Trier über die Lage auf dem Campus und ist vertraut mit ihren Themen: „Jetzt beginnt das Studium an einer Universität bereits zum dritten Mal digital. Zur Routine darf das nicht werden. Deshalb haben viele Fächer außerhalb des Curriculums digitale Begegnungsformate geschaffen, die die fehlende Nähe zu den Dozentinnen und Dozenten ein wenig kompensieren sollen. Die Pandemie verlangt unsere ganze Aufmerksamkeit und Kreativität. Wir wollen weiter mit guten Beispielen vorangehen.“

Die Entwicklung der Corona-Pandemie macht es aktuell eher unwahrscheinlich, dass im Sommersemester wenigstens vereinzelt Lehrveranstaltungen auf dem Campus stattfinden können. Das Ministerium und die Hochschulen des Landes haben sich darauf verständigt, das Semester bis auf wenige begründete Ausnahmen vollständig digital durchzuführen.
Unterdessen ist an der Universität Trier damit begonnen worden, die Situation der Studierenden während der Corona-Pandemie zu erforschen. Im April und Mai starten die Universität Trier und das Trierer ZPID – Leibniz-Institut für Psychologie die Befragung der Pilotstudie „Studieren in der Pandemie“, zunächst in Trier. Die Ergebnisse sollen genutzt werden, die strukturellen Rahmenbedingungen für die Studierenden zu verbessern. Das Wissenschaftsministerium unterstützt die Untersuchung.

Es gibt auch andere kleine Lichtblicke auf dem Campus. Die Bibliothek und die Mensa der Universität Trier sind seit Anfang März wieder geöffnet. Das Mensaessen gibt es nicht nur an der Theke, sondern wird sogar geliefert. Mit einem gelben, amerikanischen Foodtruck, dem MensaMobil, bringt das Studiwerk Trier Tagesgerichte und Burger in die Innenhöfe der Wohnheime. Wer fit bleiben möchte, nutzt die Online-Kurse des uniSPORTs.

Die Vorlesungszeit des Sommersemesters beginnt am 6. April 2021. Allen, die überlegen, zum Wintersemester 2021/2022 ein Studium aufzunehmen, bietet die Universität Trier wieder im September einen digitalen Infotag an. Schülerinnen und Schüler sowie alle anderen Studieninteressierten erhalten per Livestream einen informativen Überblick über alle Studiengänge von der Ägyptologie bis zur Wirtschaftsinformatik. Das Programm für Gasthörerinnen und Gasthörer ist weiterhin digital verfügbar.

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