Klimawandel verschärft Hochwassergefahr an Mosel und Rhein

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TRIER/MAINZ. Mit dem Klimawandel geht in Rheinland-Pfalz eine wachsende Hochwassergefahr am Rhein und seinen Nebenflüssen wie Mosel und Nahe einher.

Daher sollen die Leitlinien für die Hochwasservorsorge nach Angaben des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums vom Mittwoch an die veränderten Risiken angepasst werden. „Die Hochwassergefahr bleibt gerade bei anhaltendem Klimawandel brisant“, teilte das Ministerium zu einer Online-Expertenkonferenz mit. Dies habe zuletzt das Hochwasser an Rhein und Mosel im Januar und Februar gezeigt.

Bei einem Vergleich der 30-Jahres-Zeiträume von 1952 bis 1981 und von 1988 bis 2017 zeigte die Ahr mit 16 Prozent den höchsten Anstieg der mittleren Pegelstände, wie Enno Nilson von der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz mitteilte. An der Nahe waren es 11 Prozent, an der Mosel 9 und in Andernach am Rhein 8 Prozent. Bei einem weiteren Anstieg der Temperaturen sei im Winter mit zunehmenden Niederschlägen zu rechnen, während es im Sommer weniger Änderungen gebe, sagte Nilson. Da die Messwerte im Winter an den meisten Pegeln ohnehin am höchsten seien, werde die Hochwassergefahr weiter zunehmen.

Der bisherige Hochwasserrisikomanagementplan Rhein wird jetzt für die Zeit bis 2027 neu aufgestellt. Nach einem Beschluss der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser muss für jedes Flussgebiet ein solcher Plan erstellt werden. Die Regionalstellen der Struktur- und Genehmigungsbehörden in Mainz, Koblenz, Trier, Kaiserslautern, Idar-Oberstein und Neustadt an der Weinstraße sollen den Plan demnächst zur öffentlichen Einsicht und Stellungnahme auslegen. Auch im Internet kann das Konzept dann abgerufen werden.

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