Nach Amokfahrt in Trier bleiben Gedenkorte vorerst bestehen

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Foto: dpa-Archiv

TRIER. Nach der Amokfahrt in Trier mit fünf Toten und vielen Verletzten bleiben die Gedenkorte mit Kerzen in der Stadt vorerst weiter bestehen.

Das Grünflächenamt pflege diese Orte, stelle Kerzen wieder auf und zünde sie wieder an, sagte Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) am Dienstag in Trier. „Und das machen wir auch erst einmal weiter, weil alle Familien sagen, sie brauchen diese Gedenkorte noch.“ Die Lichter stehen in der Fußgängerzonen an den Stellen, an denen bei der Amokfahrt am 1. Dezember Menschen starben.

Der zentrale Gedenkort für die Opfer und Angehörigen sei an der Porta Nigra. Man werde „dann mit den Familien überlegen, wie wir diese Gedenkorte dann überführen auch an die Porta“, sagte Leibe. Die Stadt richte ihr Handeln am Interesse der Opfer aus. „Wir müssen das, was jetzt gemacht werden muss, aus Sicht der Opfer tun.“

Ein Amokfahrer war mit seinem Sportgeländewagen durch die Fußgängerzone gerast und hatte fünf Menschen getötet sowie mindestens 24 weitere Menschen verletzt, sechs von ihnen schwer. Zwei Schwerstverletzte würden noch auf Intensivstationen liegen und um ihr Leben ringen, sagte Leibe. Die Frage nach dem „Warum?“ sei die Frage, die alle Betroffenen umtreibe.

Nach Angaben des Oberbürgermeisters sind bisher rund 700 000 Euro für die Opfer der Amokfahrt gespendet worden.

Der Opferbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Detlef Placzek, teilte mit, nach der Tat seien bisher 150 Anrufe bei einer Hotline für eine psychosoziale Beratung eingegangen. Er appellierte an alle Opfer – darunter auch Zeugen der Amokfahrt – sich zu melden. Das Opferentschädigungsgesetz erlaube je nach Grad der Schädigung die Übernahme von Kosten.

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