Trier: Aktuelle Entwicklungen Luxemburgs bereiten Sorge – „Jeder Tag ist hier entscheidend“

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Foto: dpa-Archiv

TRIER. Die Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet und dem hierdurch bedingten Ausbleiben „Luxemburgischer Einkaufskraft“, bereitet Sorgen. Insbesondere in Trier kommen rund ein Drittel der erwirtschafteten Umsätze aus dem Großherzogtum.

Zur Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jan Glockauer: „Die Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet hat weitreichende Folgen für die Region und sendet ein schlechtes Signal an unsere europäischen Nachbarn. Der Schlagbaum ist faktisch wieder gefallen, obwohl die Grenzen geöffnet sind. Denn: Spontan-Einkäufe von Kunden aus Luxemburg sind durch die geltenden Beschränkungen nahezu unmöglich geworden. Insbesondere in Trier kommen rund ein Drittel der erwirtschafteten Umsätze aus dem Großherzogtum. Besonders betroffen sind nun die Einzelhändler, die auch schon durch den Lockdown erhebliche finanzielle Einbußen erlitten haben.

Wir müssen nun Sorge tragen, dass das freundschaftliche Verhältnis zu unseren Nachbarn nicht weiter belastet wird und in Berlin die Aufmerksamkeit für unsere regionale Betroffenheit schaffen. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Beschränkungen sofort wieder aufgehoben, sobald die epidemiologische Lage dies zulässt. Jeder Tag ist hier entscheidend.“

Weitere Fragen beantwortet: IHK Trier, Sebastian Klipp, Telefon: (06 51) 97 77-1 21, E-Mail: klipp@trier.ihk.de

19 KOMMENTARE

  1. Bei allem Verständnis für die Wirtschaft, die Zahlen sprechen nunmal für sich. Da kann man nicht als Freundschaftsdienst mal einfach so das Risiko ignorieren.
    Hier geht es um die Eindämmung von Covid19, schließlich rennen wir nicht alle umsonst noch mit Maske rum.

    • Lieber Herr „Römer“, ich würde Sie darum bitten, sich zuerst einmal darüber zu informieren bevor Sie etwas schreiben, nämlich warum unsere Zahlen höher in Bezug zur Einwohnerzahl ausfallen, als jetzt beispielsweise in Deutschland: Auch ohne Symptome gehen wir durchschnittlich alle 3 Wochen zum Test und testen sogar noch ihre werten MitbürgerInnen mit! Von unseren Zahlen ausgegangen, können Sie davon ausgehen, dass Ihre Region mindestens ebenso viele asymptomatischen Positive hat, wie wir, denn ein Virus macht nicht vor Grenzen halt und auch wir laufen alle mit Masken herum und gehen beispielsweise nicht massiv nach Mallorca zum Feiern …

      • Ich kann mich Nicki nur anschließen, Luxemburg testet hochgerechnet viel mehr und nicht nur auf Verdacht. Desweiteren sind bei uns die Masken auch obligatorisch im öffentlichen Verkehr, in geschlossenen Räumen, bei Menschenansammlungen.
        Würden in D alles Demonstrierenden (ohne Maske oder Abstand) getestet werden, alle Feiernden und das noch alle 2-3 Wochen, sähe eure Welt auch anders aus

        • Ich verstehe nicht, warum Luxemburg diesen Weg der Massentests geht, wenn alle Länder drumherum dies nicht machen. Ist doch klar, dass dies ein schiefes Bild ergibt. Die Logik der deutschen Regierungen ist nun mal bei mehr als 50 Infizierten pro 100’000 Maßnahmen zu ergreifen, egal, ob die betroffene Region nun in Deutschland liegt oder im Ausland. Man weiß das und macht trotzdem mit den sinnlosen Massentests weiter. Da diese freiwillig sind, können Sie sich sicher denken, dass diejenigen dort hingehen, die eher vorsichtig sind und sich an die Regeln halten und nicht die, die die Regeln mit Füßen treten.
          Mir tut es jedenfalls leid für alle Luxemburger, die vorsichtig waren und jetzt die Zeche zahlen müssen, weil sie sich schon wieder eingesperrt fühlen.

      • Die Wissenschaftler und Xavier Bettel sehen das jedoch anders und zwar, das die hohen Infektionszahlen NICHT an den vielen g u t e n Testungen liegt, sondern an dem undisziplinierten Verhalten von vielen Luxemburgern im Umgang mit der Seuche COVID-19.
        Asserdem wurde bei Tönnies die Belegschaft auch noch paar Tage vor der Infektionsexplosion komplett negativ auf Covid-19 getestet. Innerhalb von wenig Zeit gab es dann dort über 1500 (!!!) Infizierte.
        Luxemburg sollte sich besser auf einen Lockdown vorbereiten. Im Gegenzug sollte Deutschland sich mit dem Innenministerium auf die Grenzschließung vorbereiten, falls Luxemburg keine geeigneten Maßnahmen gegen eine möglich bevorstehende Infektionsexplosion durchführt..

    • Deutschland liegt nur 0,1 % besser in der Statistik.
      In Luxemburg werden bis zu 10000 Tests auf 100.000 Leute gemacht in Deutschland zirks 500‼️
      Die deutschen französischen und belgischen Pendler wurden GRATIS mitgetestet und stehen als Luxemburger in der Statistik.
      20% der Positiven.
      Also erst überlegen dann schreiben

      • Schön für dich. Aber wie Bettel schon sagte, sind nur 12% aller Corona-Fälle in Lux auf das von dir erwähnte Large Scale Testing zurückzuführen. Die überwiegende Mehrheit der Fälle rührt daher, dass viele Luxemburger ähnlich wie die Amerikaner immer noch denken, das ist alles nur ne große Verarsche und feiern Partys, als gäbs kein Morgen. Auch die Sante spricht mittlerweile von einer zweiten Infektionswelle in Lux. Daher müsst ihr jetzt eben mit den Konsequenzen leben. Pech gehabt, sagt man da.

    • Dann geht zur Nord und Ostsee, docht treten sich die Leute auf die Füße. Docht könnte man doch eher was für die Eindämmung tun.

  2. Herr Römer ,
    leider gibt es zu viele Schafe die einfach nur das Gras fressen wollen was man denen per Hand pflückt.Solche Schafe machen einem das Leben nur noch schwerer.
    Lange Rede kurzer Sinn, bitte informieren Sie sich „Objektiv“ , alles andres ist vorgekautes Gras.

    • Bei soviel luxemburgischer Kompetenz (…sind eh alles die bösen Grenzgänger schuld) sind weitere Ausführungen sinnlos.
      Somit halte ich mich daran, was die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin rät……“Für die Rechtslage in Rheinland-Pfalz macht es keinen Unterschied, ob ein Risikogebiet in Deutschland liegt oder ein anderer Staat der Europäischen Union betroffen ist. Wer aktuell aus Luxemburg einreist, muss sich grundsätzlich zunächst in Quarantäne begeben und das örtliche Gesundheitsamt informieren….“
      P.S. den ganzen Text kann man hier nachlesen.

  3. Ganz ehrlich. Deutschland sperrt uns nun schon zum zweiten mal innerhalb kürzester Zeit aus. Ich werde nun einen grossen Bogen um Eure Läden machen und ich weiss das es viele genau so sehen.

  4. Hier sieht man wieder mal die Dummheit einiger Bürger, speziell die aus dem „Ländchen“. Es ist doch völlig unerheblich, ob jetzt in dem einen Land oder der Region weniger oder mehr getestet wird. Ist eine Person positiv auf Covid 19 getestet worden, gehört sie in Quarantäne. Sind nun in einer Region sehr viele Menschen positiv getestet, ist Vorsicht geboten und diese Region gehört vorerst isoliert.
    Nach der „luxemburgischen Kompetenz“ sollte man anscheinend die positiven Fällen einfach ignorieren und so tun, als gebe es diese gar nicht. Die Zahl 50 auf 100 000 Einwohner ist ja nicht eine willkürliche Zahl, sondern von Experten des RKI festgelegt…. Und nochmal zu mitschreiben. Die Überschreitung der Quote lag schon vor den ersten Massentest höher..

    • @ Rudolf Schnitz, eben genauso ist es. Und mir ist das völlig Hupe, ob die Gefahr von L ausgeht oder meinetwegen unsere deutschen Nachbarstädte.
      Den Schreibern hier aus dem „Ländchen“ fehlt jede Subjektivität.

      • Frage, woher wissen sie das die Zahl in zb. Trier nicht über 50 liegt. Ach stimmt ja, es werden nur Leute mit Symptomen getestet. Deshalb ist die Zahl ja so genau. Und noch etwas „ hört doch endlich mal auf mit dem scheiß wie , „ die luxemburger oder aus dem ländchen“ . Übrigens ich bin Trierer und lebe in Luxemburg.

  5. Herr Römer – wenn uns aus Luxemburg etwas fehlen würde, dann doch wohl Objektivität und nicht Subjektivität – und an Subjektivität fehlt es Ihnen ja offenbar nicht. Bitte erstmal die Fremdwörter nachschauen, bevor man sie benutzt. – Danke.

  6. Was soll die ganze Aufregung? Am Ende werden eh annähernd alle irgendwann Corona gehabt haben. Das ist doch bereits absehbar. Die Zahlen in den USA zeigen dass mit Zunahme der erkannten Infektionen der relative Anteil schwerer Erkrankungen sinkt.

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