Hilfe vom Land – “Futterhilfen“ für bisher sechs Zoos in Corona-Krise

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Löwe Malor gähnt in seinem Gehege im Eifel-Zoo in Lünebach (Rheinland-Pfalz).

Bildquelle: Harald Tittel / dpa-Archiv

Bislang sechs Zoos und Tierparks haben in der Corona-Krise insgesamt rund 47 000 Euro vom Land Rheinland-Pfalz für Futter und tierärztliche Behandlungen bekommen. Die Einrichtungen hatten wegen der Pandemie vier Wochen lang bis zum 19. April schließen müssen. Bei den mit Steuergeld unterstützten Zoos handelt es sich um den Vogelpark Schifferstadt, den Eifelpark Gondorf, den Zoo Neuwied, das Reptilium Landau, den Tierpark Niederfischbach und den Vogelpark Bobenheim-Roxheim. Das teilte das Umweltministerium in Mainz der Deutschen Presse-Agentur mit.

«Es wurde bisher noch kein Antrag abgelehnt», hieß es weiter. Eine formale Bitte um Futterhilfe sei aber zurückgezogen worden, ein weiterer Antrag habe voraussichtlich keine Chance auf Erfolg. Im ersten Fall handele es sich um einen kommunalen Tierpark, der förderrechtlich nicht unterstützt werden könne, im zweiten Fall um eine Einrichtung, die gar kein Zoo sei.

Weitere Auszahlungen sind laut Umweltministerium grundsätzlich noch möglich. Ein Bewilligungsbescheid über rund 18 000 Euro für einen weiteren Tierpark werde noch bearbeitet. «Es wird aber aktuell nicht mehr mit einer nennenswerten Zahl an weiteren Anträgen gerechnet. Die entsprechende Richtlinie tritt mit Ablauf des 30. Juni 2020 außer Kraft», ergänzte das Ministerium.

Die Zoos und Tierparks müssen wegen des hochansteckenden Coronavirus Einschränkungen beim Besucherverkehr hinnehmen und Mindestabstände gewährleisten. In einer der größten Einrichtungen in Rheinland-Pfalz, im Zoo Neuwied, sind beispielsweise nach eigenen Angaben derzeit die Tierhäuser und der Streichelzoo geschlossen. Kommentierte Führungen gibt es nicht. Im Zooshop gilt Maskenpflicht, auf dem restlichen Gelände wird Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen. Alle Besucher müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen.

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