Razzia bei mutmaßlichem Reichsbürger in Kordel fortgesetzt

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KORDEL. Die Durchsuchung von Wohnräumen und Lagerstätten eines Waffenhändlers und mutmaßlichen Reichsbürgers in Kordel bei Trier ist am Freitag fortgesetzt worden. Wie schon am Donnerstag seien erneut große Mengen von Waffen, Munition, Pyrotechnik und Schwarzpulver beschlagnahmt worden, sagte der Sprecher der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, Thomas Müller.

«Insgesamt sind etliche Hundert Lang- und Kurzwaffen sowie Teile von Waffen sichergestellt worden», ergänzte er. Die Razzia sollte am Freitagnachmittag abgeschlossen sein. Die Polizei begleitete die Durchsuchung laut Müller an vier Objekten mit teils «chaotischer Wohnsituation» erneut mit einem größeren Aufgebot. Der Mann habe sich kooperativ verhalten.

Sogenannte Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik als Staat und ihre Behörden ab. Kreissprecher Müller verwies auf einen Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz in Koblenz vom Dezember 2018. Demnach sei die Zugehörigkeit zur Reichsbürgerbewegung nicht vereinbar mit der für den Handel von Waffen und Sprengstoff nötigen Zuverlässigkeit. Der Händler und sein Vater seien der Aufforderung, ihre Waffen und Sprengstoffmengen abzugeben, nicht nachgekommen. Daraufhin seien die Durchsuchungsbeschlüsse ergangen.

2 KOMMENTARE

  1. Immer wieder ein Lacher wert. Das ist echte Realsatire. Die Bundesrepublik Deutschland liefert Unmengen an schwerem Kriegsgerät an jeden Kriegsverbrecher, der einen ausreichend dicken Geldbeutel hat. Vielleicht ist das ja der Grund warum diese so genannten Reichsbürger die BRD ablehnen. Weil jeder, der sowas unterstützt bzw. duldet macht sich doch mit schuldig. Schon mal jemand darüber nachgedacht. Komisch auch, dass jene Konzerne, welche zur Zeit des Nationalsozialismus mit Adolf und seinen Schergen dicke Geschäfte machten heute immer noch durch hunderte Lobbyisten im Bundesdungtag vertreten sind und den Leuten etwas von Friedensmissionen und Verantwortung vorgaukeln. Gehört sowas nicht verboten? Wird nicht immer gepredigt, man hätte aus der Geschichte gelernt?

    Und nach der Definition im Artikel („Sogenannte Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik als Staat und ihre Behörden ab.“) ist nun also jeder, der die Ideologie des Merkel-Regimes ablehnt, ein Reichsbürger? Hat man früher so etwas nicht immer Opposition genannt? Und werden diese Reichsbürger bald ein Reichsbürger-Stern tragen müssen, damit man Sie auf der Straße erkennen kann?

    Beste Grüße

  2. Guten Morgen Ranunculus, dein Kommentar finde ich etwas übertrieben.
    Fakt ist das die Reichsbürger sogar auf ihr eigenes Ausweisdokument einschl. Abstammungsurkunde bestehen und damit Leistungen vom deutschen Staat erwarten.
    Und das steht meines Erachtens eindeutig im Widerspruch. L.G. Birgit

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