Ohne Druck gegen Völklingen

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MEHRING. In seinem vorletzten Heimspiel in der zur Neige gehenden Saison in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hat es der SV Mehring am Mittwoch, ab 19 Uhr, auf der heimischen Lay noch einmal mit einem Traditionsklub zu tun: Inmitten der Englischen Woche gibt die Mannschaft des früheren Zweitligisten SV Röchling 06 Völklingen ihre Visitenkarte bei den Blau-Weißen ab.
Die Lage: Zeigte sich SVM-Trainer Frank Meeth kurz nach der 1:6-Pleite am vergangenen Samstag bei Arminia 03 Ludwigshafen weiter optimistisch, was den Klassenverbleib angeht, erfuhr seine Zuversicht am Sonntag einen schweren Rückschlag: Mit der SV 07 Elversberg II gewann jener Kontrahent 4:1 gegen Wirges, der in jedem Fall noch überholt werden müsste, um das Ticket für die Oberliga-Runde 2016/17 ziehen zu können. Drei Spiele vor Schluss beträgt der Mehringer Rückstand auf die Regionalliga-Reserve aus dem Saarland nun satte sechs Punkte. Als „relativ unrealistisch“ bezeichnet es denn auch Frank Meeth, den Klassenverbleib noch schaffen zu können, der große Druck ist folglich also weg. Nach der Vorstellung in Ludwigshafen („So haben wir uns in dieser Saison noch nicht präsentiert…“, kritisiert Meeth) gelte es im Heimspiel gegen Völklingen primär, „ein ordentliches Spiel abzuliefern“. Der Mehringer Übungsleiter war am Sonntag Zeuge des 0:0 des SV Röchling 06 und des SV Gonsenheim. Wie man dem Team seines Kollegen Günter Erhardt beikommen kann, hat Meeth dabei gesehen: „Sie lieben es nicht, wenn sie wenig Platz haben.“

Personal: Der zuvor lange Zeit verletzte Andreas Hesslein wirkte zwar am Samstag erneut bei der zweiten Mannschaft mit (0:2 in der Kreisliga A gegen die SG Nittel), für die „Erste“ wird es aber laut Meeth wiederum nicht reichen: „Der Fuß hat zwischenzeitlich wieder reagiert, die Belastung wäre zu hoch, wenn er Mittwoch mitwirkt.“ Sebastian Dietz muss unterdessen wegen eines Arbeitsunfalls passen – er klagt über Kniebeschwerden. Vereinbarungsgemäß rückt Winter-Neuzugang Jan Herrmany gegen Völklingen zwischen die Pfosten, wie Coach Meeth ankündigt: „Das hat ganz und gar nicht mit den Leistungen unserer etatmäßigen Nummer eins Philipp Basquit zu tun. Trotz des 1:6 in Ludwigshafen hat er auch zuletzt stark gehalten. Jan sollte aber noch ein Spiel in dieser Saison bekommen. Gemeinsam mit Philipp, der momentan sowieso durch einen Trainerlehrgang zusätzlich belastet ist, haben wir uns dann für das Mittwoch-Spiel entschieden.“ Weiterhin nicht zur Verfügung stehen die langzeitverletzten Domenik Kohl, Kevin Heinz, Marc Mees und Yannik Thömmes. Was die Planungen für die neue Saison angeht, sieht es offenbar ganz gut aus. „Wir kommen voran. Etliche Spieler aus dem aktuellen Kader werden uns in jedem Fall die Treue halten“, unterstreicht Meeth, der bereits Mitte März gleich um zwei Jahre verlängert hatte.

Der Gegner: 37 Punkte hat das Team des SV Röchling Völklingen 06 bislang auf der Habenseite vereint, belegt damit den zehnten Platz. Bei nur noch zwei ausstehenden Partien (nach dem Match am Mittwoch ist man spielfrei) müssen die Saarländer damit weiter um den Klassenverbleib bangen. „Für uns geht es darum, die Saison irgendwie gesichert abzuschließen“, sagte der Röchling-Kapitän Rouven Weber bereits vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den SV Gonsenheim (0:0). Dass sich Völklingen in dieser Lage befindet, liegt laut Weber am Verletzungspech, wie er im Gespräch mit der „Saarbrücker Zeitung“ durchblicken ließ: „Wir gehen seit dem Winter personell auf dem Zahnfleisch. Das war schon extrem. Stellenweise haben ja zehn Stammspieler auf einmal gefehlt. So gab es überhaupt keinen Handlungsspielraum.“

Günter Erhardt ist seit Ende 2013 für die erste Mannschaft des Traditionsklubs verantwortlich. Seine Laufbahn als Trainer begann er beim SC Halberg Brebach (Verbands- und Oberliga), führte ihn über Borussia Neunkirchen (Oberliga) und schließlich zum SV Elversberg (Oberliga und Regionalliga). In der vergangenen Saison landete der SVR auf Platz fünf der Oberliga-Tabelle. Die fetten Jahre in der Hüttenstadt liegen schon einige Jahre zurück: 1974 waren die Völklinger Gründungsmitglied der damaligen Zweiten Bundesliga Süd. Nach drei Jahren traten sie als Tabellensechzehnter freiwillig den Rückzug in die Amateurliga Saarland an. 1979 stiegen sie nochmals in die Zweite Liga auf, blieben aber nur ein Jahr. Es ging Schritt für Schritt bergab; Mitte der Neunziger war man gar in der Landesliga angekommen, ehe die Kehrtwende geschafft wurde. Prominenteste Akteure im aktuellen Kader der Völklinger sind der frühere Saarbrücker und Braunschweiger Zweitligaprofi Nico Zimmermann, Samir Louadj, der einst bei Eintracht Trier ebenfalls zu Zweitligaeinsätzen kam und der Ex-Saarbrücker und frühere Elversberger Sammer Mozain, der zur neuen Saison indes zu Verbandsligist FSG Bous geht. Kapitän Weber spielte über viele Jahre hinweg in Homburg und Elversberg.

Schiedsrichter: Geleitet wird die Partie von Ingo Hess aus Ramstein-Miesenbach in der Westpfalz. Der erfahrene Unparteiische wird an den Außenlinien von

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