Zwölf Hochbeete für die Essbare Stadt Trier

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von links nach rechts: Toni Loosen-Bach (Koordinator Bürgerbeteiligung), Monika Berger und Bernhard Riedel (Bürgerservice), Charlotte Kleinwächter (LA 21 Trier e.V.), Franz Kalck (Grünflächenamt), Andreas Ludwig (Baudezernent), Hans-Alwin Schmitz (Ortsvorsteher Euren)

Bildquelle: LA21

TRIER. Mit dem Frühling und dem Beginn der Pflanzsaison erwacht die Essbare Stadt Trier wieder zum Leben. Bereits am vergangenen Samstag haben rund 20 engagierte TriererInnen eine Schmuddelecke in der Oerenstraße innerhalb von zwei Stunden in ein ansehnliches Beet voll essbarer Pflanzen verwandelt. Anwohner übernehmen jetzt die Pflege. Auch der Küchengarten vorm Rathaus und der Theaterpark wurden in den letzten Tagen neu bepflanzt.

Ein weiterer Umsetzungsschritt des Aktionsplans „Essbare Stadt Trier“ ist das Projekt „Beet-Parade“. An ausgewählten Standorten im Trierer Stadtgebiet werden mobile Hochbeete, bepflanzt mit „essbarem Grün“ in Form von Kräutern, Obst und Gemüse, aufgestellt. „Wir möchten mit den Hochbeeten die Idee des urbanen Gärtnerns bekannt machen. Der sonst so farblose Viehmarkt ist außerdem ein gutes Beispiel dafür, wie durch die Beete das Stadtbild aufgewertet wird. Es ist schön, zu sehen, wie sich das Projekt entwickelt und ausweitet.“, so Charlotte Kleinwächter, Geschäftsführerin des Lokale Agenda 21 Trier e.V.. Der Verein übernimmt die Koordination des Projektes und erhält dafür eine Förderung von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz aus Mitteln der Lotterie Bingo.

Er möchte die Hochbeete nutzen, um das Wissen über Lebensmittel und das Verständnis für eine saisonale Ernährung zu fördern. So sind bereits Veranstaltungen im Rahmen des Zukunfts-Diploms für Kinder und Erwachsene geplant.

Die Anschaffung der mobilen Hochbeete wird durch Sponsoring ermöglicht. Die Pflege der Pflanzen erfolgt durch Pflegepatinnen und -paten.

In dieser Saison konnten sechs neue Sponsoren gewonnen werden. Damit engagieren sich insgesamt zehn Institutionen, beispielsweise die Gaststätten Simplicissimus und Textorium. Mit dem Friedrich-Spee-Gymnasium konnte auch eine Schule für die Essbare Stadt gewonnen werden. Weitere Sponsoren sind: das Broadway Filmtheater, die Hochschulgruppe Campus:Grün, das Karl-Marx-Viertel, Unverpackt Trier, Gartenzentrum Lambert, Stadtwerke Trier und der Bürgerservice.

Zu den Pflegepaten zählen unter anderem der BUND und das Demenzzentrum Trier.

Unter tatkräftiger Unterstützung durch den Bürgerservice, der die ansprechenden Lärchenholz-Hochbeete gebaut hat, wurden unter Beisein von Baudezernent Ludwig die ersten Hochbeete vor dem Rathaus und auf dem Viehmarkt aufgestellt.

2 KOMMENTARE

  1. tolle Idee – hoffentlich gehen alle Bewohner respektvoll damit um und in die Beete wird nicht uriniert , zerstört , als Mülleimer benutzt usw – die Gesellschaft ist so ´´ achtlos ´´ . Schade dass die Berufsschulen sich nicht engagieren – auf den riesigen zugepflasterten Flächen könnte man ganze Straßenzüge ernähren . Das würde dann wenigstens von dem ganzen Müll der dort rumliegt – auch auf den umliegenden Parkplätzen -nebst Millionen von Kippen – ablenken . Es ist auch immer ein´´ hübscher´´ Anblick für Besucher der Stadt . Wann passiert endlich etwas mit der alten Staatsanwaltschaft am Irminenfreihof ? Haben wir wie andere Städte schon längst Bienenvölker auf öffentlichen Dächern ?

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