„Jeder möchte raus!“: Ausflugs-Highlights in Rheinland-Pfalz zu Pfingsten

Abenteuer auf dem Skywalk, Baden im Laacher See oder Staunen in der Ruppertsklamm: Wo Pfingsten in Rheinland-Pfalz zum echten Sommer-Highlight werden kann.

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Foto: Thomas Frey/dpa/Archiv

MAINZ. Der Frühsommer kommt – und zwar so richtig: Sonnenschein und Temperaturen von über 30 Grad sind am langen Pfingstwochenende in Rheinland-Pfalz angesagt. Die Experten vom Deutschen Wetterdienst rechnen mit überwiegend blauem Himmel.

Gute Aussichten also für Ausflüge im Freien. Hier ein paar Ideen für sommerliche Stunden an besonderen Orten.

Spektakuläre Sicht

Am Erbeskopf können Besucher am Gipfel in 816 Metern Höhe vom Aussichtspunkt «Windklang» weit über die Landschaft des Hunsrück schauen. Erreichbar ist die Plattform im Nationalpark Hunsrück-Hochwald unter anderem über den Wanderweg «Traumschleife Gipfelrauschen».

In der Südwestpfalz lohnt der Aufstieg auf den 35 Meter hohen Luitpoldturm auf dem Weißenberg, einem der höchsten Berge des Pfälzerwaldes. Wer es über die Freitreppe mit 165 Stufen nach oben geschafft hat, kann bei guter Sicht bis in die Rheinebene und ins Elsass schauen.

Der Nahe-Skywalk ist eine luftige Aussichtsplattform mit Nervenkitzel: Sie ragt 8,50 Meter über die Klippe eines früheren Steinbruchs in der Ortsgemeinde Hochstetten-Dhaun und bietet einen schönen Blick ins Nahetal. Und wer in die Eifel blicken möchte, kann auf den 18 Meter hohen Hochsimmerturm bei Ettringen steigen.

Spektakuläre Sicht muss nicht immer nur in die Weite gehen: Ein Blick in die Schlucht Ruppertsklamm in Lahnstein (Rhein-Lahn-Kreis) dürfte die rund 1,5 Kilometer lange Wanderung mit rund 235 Höhenmetern wert sein. Im seit 1936 ausgewiesenen Naturschutzgebiet. Hinter dem Holztor am Einfang erwarten die Wanderer kleine Brücken, Holzstege und Passagen sowie mehrere Wasserfälle. Am Ende wartet eine Schutzhütte.

Kühles Nass

Etliche Freibäder sind bereits geöffnet. Zu den Frühstartern gehören das Nordbad in Trier oder das Salinarium Bad Dürkheim. Das Trierer SüdBad öffnet ebenfalls am Pfingstwochenende seine Tore. Aber auch in Mainz (Mombach), Kandel (Waldschwimmbad) und in anderen Orten im Land kann schon im Freien geschwommen werden.

Wer lieber Seen mag, kann an den Laacher See in der Eifel gehen. Dort gibt es auch einen und acht Kilometer langen Rundweg um den See. Auch am Gemündener Maar in der Vulkaneifel führt ein schöner Wanderweg auch am Weinfelder und Schalkenmehrener Maar entlang.

Das Trierer NordBad. Foto: SWT Trier

Im Westerwald lädt der Dreifelder Weiher zum Verweilen ein. In der Nähe von Speyer locken die Baggerseen Binsfeld. Hier können auch Hunde ihren Spaß haben. Es gibt einen ausgewiesenen Hundestrand.

Für die Kleineren könnte auch der Wasserspielplatz am Deutschen Eck in Koblenz ein spannendes Ausflugsziel sein. Der Spielplatz ist täglich von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Im vergangenen Jahr stand die seit 2011 bestehende Anlage still – nun sorgt sie mit sanierten Rohren und einer neu verfugten Spielfläche wieder für Abkühlung.

Natur erleben und erlernen

Die Aussichten auf schönes Wetter sind gut für Campingplatzbetreiber. «Es klingelt seit Tagen schon das Telefon. Man hat das Gefühl: Jeder möchte raus!», sagt Timo Koch, Vorsitzender des Verbands der Campingwirtschaft Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. Sein Camping-Platz bei Idar-Oberstein ist über Pfingsten ausgebucht.

Ähnlich sieht es bei etlichen seiner Kollegen aus. Viel Andrang gebe es auch, weil es in Baden-Württemberg Pfingstferien gebe. Wer aber noch einen Platz suche, solle bei vor seiner Anreise bei den Betreibern anrufen.

Wer nicht übernachten, aber zumindest für ein paar Stunden ein kleines Lager aufschlagen möchte, kann dies im Teich- und Freizeitzentrum Rhens (Mayen-Koblenz) tun. Hier gibt es eine Grillhütte, eine offene Rasenspielfläche, Kinderspielplätze und Klettergerüste oder auch Sportplätze mit Boccia- oder Boulespielfläche.

Die freien Tage und das warme Wetter eignen sich natürlich auch, um unter freien Himmel etwas Neues zu lernen – zum Beispiel über Steine. Dafür kann in Bad Ems der Steinlehrpfad auf der Insel Silberau entlang des Lahnufers genutzt werden. Auf einer Strecke von rund zwei Kilometer lässt sich anhand von zahlreichen Gesteinsexponaten ein Einblick in viel Vielfalt der Steinarten erlangen.

Gastronomie

Ob traditionelle Straußwirtschaft, gemütliche Biergärten oder gehobenen Gastronomie: Gerade an den Wanderwegen und in den Städten, aber auch in den Weinlandschaften und Flusstälern werden alle verfügbaren Tische Stühle bei dem schönen Wetter nach draußen gestellt und die Türen weit geöffnet. Bereits zu Ostern waren die Biergärten und Terrassen nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) auf schönes Wetter vorbereitet. Die Branche setzt auch auf Tagestourismus.

Die Gastronomie und die Hotellerie in Rheinland-Pfalz spüren zwar eine hohe Konsumzurückhaltung in der Bevölkerung. Aber gerade an Feiertagen ist das nach Angaben von Dehoga-Präsident Gereon Haumann weniger stark ausgeprägt. (Quelle: dpa)

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