Ausgelassen und friedlich: Erste Polizei-Bilanz zu Rock am Ring

0
Rockfans drängen sich beim Open-Air-Festival "Rock am Ring" während des Auftritts der Band „Royal Blood“ vor der Utopia-Stage. «Rock am Ring» ist eins der größten Musikfestivals in Deutschland. Foto: Thomas Frey/dpa

KOBLENZ. Durchwachsenes Wetter, dafür überwiegend ausgelassene und friedliche Stimmung bei den etwa 90.000 Festivalbesuchern und eine überschaubare Anzahl polizeilich relevanter Vorfälle – so die erste polizeiliche Bilanz zu Rock am Ring 2025.

40 Jahre nach dem ersten Event am Ring gaben sich in diesem Jahr rund 100 Bands die Klinke in die Hand und heizten den Besuchern zumindest musikalisch ein. In diesem Jahr wurde eine vierte Bühne betrieben, was insbesondere seitens des Veranstalters bei der Bewertung der zu- und abfließenden Besucherströme zu beachten war.

Der Anreiseverkehr setzte bereits schwerpunktmäßig am Mittwoch ein. Trotz der Regelungen nach dem bewährten Verkehrskonzept kam es insbesondere im Bereich Müllenbach zeitweise zu größeren Störungen und Beeinträchtigungen. Ursache hierfür dürfte der Umstand sein, dass trotz entsprechender Hinweise erheblich mehr Besucher als üblich die vermutlich navigationsgesteuerte Anfahrtsmöglichkeit über die A1 in Richtung Nürburgring nutzten. Am Donnerstag und Freitag entspannte sich der Anreiseverkehr deutlich.

Veranstaltungstypische Straftaten wie Körperverletzungsdelikte oder Diebstähle sowie alkoholbedingte Zwischenfälle sind bei Menschenansammlungen in dieser Größenordnung nie ganz vermeidbar, blieben aber ebenfalls eher eine Ausnahme. In Relation zu den Besucherzahler der vergangenen Jahr liegt die Anzahl der Straftaten in etwa auf gleichem Niveau. Beispielweise wurden bis Sonntagabend, 18.00 Uhr, lediglich 11 Strafanzeigen wegen Körperverletzungen erfasst, die Zahl der (angezeigten) Diebstähle liegt sogar im einstelligen Bereich.

Demensprechend positiv äußert sich auch der Einsatzleiter und Leiter der Polizeidirektion Mayen, Kriminaldirektor Ralf Durben: „Die Planung und Durchführung eines solchen Einsatzes ist immer eine große Herausforderung. Aber dank der über die Jahre gewachsenen Strukturen und Abläufe zwischen Veranstalter und Sicherheitsbehörden sind wir auf viele Szenarien vorbereitet. Bislang gab es keine nennenswerte Zwischenfälle. Wenn nun noch der einsetzende Abreiseverkehr ohne Besonderheiten verläuft, können wir zufrieden auf das Wochenende zurückblicken.“ (Quelle: Polizeipräsidium Koblenz)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.