Fleischer-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück: Ausbildung muss stärker in den Fokus

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Jürgen Rauschenbach von der HWK Trier informierte über Wege der Fachkräftegewinnung. Foto: Fleischer-Innung MEH

WITTLICH/PRÜM. Obermeister Dieter Schares hatte die Mitglieder der Fleischer-Innung Mosel-Eifel Hunsrück (MEH) Mitte April zur jährlichen Sitzung eingeladen. Im Restaurant Daus ging es um die generelle Situation im Fleischerhandwerk und um die Stärkung durch neue Ausbildungsverhältnisse.

„Die größten Probleme sind aktuell die Bürokratiebelastung, der Personalmangel und die Preiserhöhungen in den letzten Monaten“, fasste Schares zusammen. Zudem sieht er Nachholbedarf bei der Ansprache von Jugendlichen: „In der Berufswerbung müssen wir noch viel aktiver werden um das Interesse der möglichen Azubis möglichst frühzeitig und zielgerichtet zu erreichen.“ Unterstützung bot dafür auch Ausbildungsberater Ralf Becker von der Handwerkskammer Trier an. Sein Kollege Jürgen Rauschenbach informierte derweil über die Anerkennung von Fachkräften aus dem Ausland und die Ausbildung ausländischer Bewerber aus Drittstaaten. „Wir müssen alle Register ziehen, um unsere Betriebe personell zu versorgen“, sagt Schares. Ein Register ist der Einstieg über Praktika.

Hierzu stehen aktuell die Praktikumswochen RLP an, wofür sich Betriebe unter www.praktikumswoche.de registrieren können und zielgerichtet Tagespraktikanten zugewiesen bekommen. Zeitnah Mitte Mai oder im Oktober. Auch die ständige Präsenz auf den Kanälen wie Facebook und Instagram wären zu bedienen, wies Christian Weirich, stellvertretender Geschäftsführer der Innung hin. „Hier ist noch Luft nach oben“, gab er den Betrieben mit auf den Weg.

Der stellvertretende Landesinnungsmeister Thomas Christian berichtet über Aktuelles aus dem Fleischerverband Rheinland-Rheinhessen, wozu der Austausch mit der Politik als auch Informationen der vergangenen Tarifverhandlungen gehörten.

Von der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe wohnte Ludgar Constanz der Versammlung bei und berichtete über Änderungen im Bereich der Arbeitssicherheit und mögliche Kontrollen derselben. Neben dem Unternehmermodell bietet der Arbeitsmedizinische Dienst der Kreishandwerkerschaft in Wittlich auch eine Betreuung der Betriebe an. Dies hält Constanz für ein gutes Angebot im Bereich der externen Versorgung, welches er lobend für deren Leistung in der Region hervorhob. (Quelle: Fleischer-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück)

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