Gemeinsam für eine gute gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen

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Bildquelle: pixabay

MAINZ. Die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen war Thema eines Fachgesprächs, zu dem Integrationsministerin Irene Alt und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler eingeladen haben.

Im Anschluss an die Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Landesärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Kassenzahnärztlichen Vereinigung, der Landeszahnärztekammer, des Hausärzteverbandes, der Landespsychotherapeutenkammer und des Vereins der Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst bewerteten die Ministerinnen das Gespräch als konstruktiv. „Der Informationsaustausch mit allen Beteiligten im Gesundheitswesen ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir werden ihn fortsetzen und uns weiterhin gemeinsam für eine gute gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen einsetzen.“

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Das Land informierte über das Impfangebot in den Erstaufnahmeeinrichtungen. Hierzu gehören die Standardimpfungen nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, insbesondere gegen Masern, Windpocken und Polio. Die Landesregierung hatte zuvor das bestehende Impfangebot für Flüchtlinge auf die Influenzaimpfung ausgedehnt. Integrationsministerin Irene Alt sagte: „Sobald der Impfstoff eingetroffen ist, werden wir die entsprechenden Gruppen auf die Schutzimpfung aufmerksam machen und sie auf Wunsch impfen. Wir sind an einer möglichst guten medizinischen Versorgung schon in der Erstaufnahmeeinrichtungen interessiert.“ Um möglichst viele Asylsuchende über das Impfangebot aufzuklären, soll die Aufklärungsarbeit in den Erstaufnahmeeinrichtungen intensiviert werden.

Der Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, Professor Dr. Frieder Hessenauer, schlug eine standardisierte schriftliche Dokumentation der medizinischen Versorgung beginnend in den Erstaufnahmeeinrichtungen vor. Dieses Dokument in Form eines kleinen Heftchens solle der Flüchtling mit sich führen. Hessenauer: „Eine gute Dokumentation erleichtert als Behandlungsnachweis die Mit- und Weiterbehandlung. Der Arzt bekommt in einem solchen Dokumentationsheft rasch den Überblick über bereits erfolgte Leistungen und Behandlungen wie beispielsweise Impfungen. Für den Patienten ist eine solche Dokumentation ebenfalls sinnvoll, denn Mehrfachuntersuchungen werden vermieden.“

Die Kassenärztliche Vereinigung strebt einen Vertrag mit der Landesregierung zur Organisation der hausärztlichen Versorgung in den Erstaufnahmeeinrichtungen an, der auch die gynäkologische Versorgung sicherstellt. In diesem Zusammenhang dankten die Ministerinnen der Ärzteschaft für die freiwillige Bereitschaft, sich an der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen zu beteiligen.

„Bereits mehr als 400 Ärztinnen und Ärzte aus allen Regionen in Rheinland-Pfalz haben sich auf unseren Aufruf hin bereit erklärt, sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit, oder aus dem Ruhestand heraus in der medizinischen Betreuung von Flüchtlingen zu engagieren“, so Ministerin Bätzing-Lichtenthäler. Die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz hatte den Aufruf des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie an ihre circa 14.000 Mitglieder übermittelt.

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